Potsdam vom Ruinenberg
Beschreibung
Der aus Stralsund stammende Gustav Frank (1819-1886) fertigte zwischen 1850 und 1880 für verschiedene Verlage Veduten von Städten im östlichen Teil Deutschlands an. Ansichten Potsdams wurden in der Druckerei H. Arnold in Leipzig hergestellt. Dieses Blatt zeigt das Panorama der Stadt vom Ruinenberg nördlich von Schloss Sanssouci. Das Schloss ist zu Füßen des Ruinenbergs in der rechten Bildhälfte zu erkennen. Im Vordergrund bildet das Bassin, das Mitte des 18. Jahrhunderts für den geplanten Fontänenbetrieb des Parks angelegt wurde, den Eingang ins Bild. Über Staffagefiguren, die einander auf die Amphitheaterwand links im Bild, den Säulentempel und die korinthische Kolonnade aufmerksam machen, öffnet sich der Blick des Betrachters hin zu den Kirchtürmen der Stadt. Die Datierung des Blattes auf die Zeit um 1870 ist durch den in diesem Jahr vollendeten Turm von St. Peter und Paul im Holländischen Viertel gewährleistet. [Uta Kaiser] Originaltitel: Potsdam vom Ruinenberg.
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

