Lindner, Daniel CC BY-NC-SA

Beschreibung

Vogelperspektive auf den ab 1651 nach Plänen von Memhardt errichteten Schlossbau für die Kurfürstin Louise Henriette von Brandenburg. Darstellung des Lustgartens mit Lusthaus und Baumgarten, aus: Martin Zeiller, Topographia electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomerianiae, bei Matthäus Merian, Frankfurt am Main, 1652, nach S. 76. Originaltitel: Das Churfürstl: Haus und Lustgarten Bötzau, Von Ihr. Churf: Dlt selbst nunmehr genant Oranien Burgk Wenige Wochen nach der Übersiedlung des kurfürstlichen Hofes nach Berlin lernte Louise Henriette im Sommer 1650 die kleine nördlich von Berlin gelegenen Stadt Bötzow kennen und fand Gefallen an ihrer reizvollen havelländischen Umgebung. Am 27. September 1650 erhielt sie das Amt Bötzow „mit allem Zubehör“ auf Lebenszeit von ihrem Gemahl geschenkt. Neben ihrem Engagement für die Ansiedlung von Kolonisten und die Entwicklung der Landwirtschaft plante die Kurfürstin für sich selbst die Errichtung eines Landsitzes. Mit der Ausführung wurde der Baumeister und Ingenieur Johann Gregor Memhardt beauftragt, der seine Ausbildung in den Niederlanden absolviert hatte. Memhardt begann 1651 in Bötzow seine Arbeiten unter Beteiligung des Hofzimmermeisters Michael Mathias Smids. Anstelle des alten kurfürstlichen Jagdschlosses aus dem späten 16. Jahrhundert entstand ein Schlossbau, dessen holländische Prägung im Äußeren und Inneren unverkennbar waren. Gleichzeitig plante Memhardt die Gestaltung des dazugehörigen Lustgartens. Durchaus holländischen Traditionen verpflichtet, war der Garten nicht streng auf das allseits von Wassergräben umgebene Schloss bezogen. In der Mitte des Gartens stand auf einer kleinen Anhöhe ein auch als „Grotte“ bezeichnetes Lusthaus. Die Arbeiten an Schloss und Garten dauerten auch nach dem feierlichen Einzug der Kurfürstin im Juni 1655 noch an. Bereits im Januar 1652 hatte der Kurfürst Friedrich Wilhelm das von seiner Gemahlin Louise Henriette aus eigenen Mitteln erbaute Schloss urkundlich „Oranienburg“ getauft. Ein Jahr später nahm auch die Stadt diesen Namen an. Claudia Sommer (2020)

ObjektartGraphik
MaßeBlatt: Höhe, (beschnitten): 23.50 cm Breite: 31.50 cm
MaterialPapier, Kupferstich
InventarnummerGK II (1) 14405
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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