Lindner, Daniel (18.12.2019) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Brustbild im Harnisch mit Schärpe bzw. Ordensband und Halstuch im Oval. Der mit Lorbeerlaub belegte Rahmen steht auf einem Sockel mit der lateinischen Inschrift: Fridericus Wilhelmus Magnus. Elector Brandenburgicus. Um den Rahmen ist der hermelinbesetzte Kurmantel drapiert, darüber Kurhut, Kurzepter und Kurschwert als Bekrönung. Der mit sämtlichen Hoheitszeichen der Kurwürde ausgestatte Porträtstich diente als Illustration in Samuel von Pufendorfs „De Rebus Gestis Friderici Wilhelmi Magni Electoris“, einem 1695 in Berlin erschienenen Auftragswerk über das politische Leben des ‚Großen Kurfürsten‘. Mit seinen druckgraphischen Porträt- und Architekturdarstellungen war der in Berlin geborene, auch als Miniatur- und Emailmaler tätige, Samuel Blesendorf an verschiedenen großen Buchprojekten seiner Zeit, u. a. auch an dem monumentalen „Thesaurus Brandenburgicus selectus“ von Lorenz Beger (1696–1701), beteiligt. 1690 wurde er zum Hofkupferstecher des Kurfürsten und späteren Königs Friedrich I. in Preußen berufen. Als Vorlage für das Porträt des ‚Großen Kurfürsten‘ verwendete Blesendorf ein von Adam de Clerck (1645–1705) geschaffenes Bildnis des Herrschers. Der vermutlich aus Holland stammende Künstler war 1678 als Hofmaler, insbesondere als Bildnismaler, nach Berlin berufen worden. Nach Friedrich Nicolai malte er hier „1681 ein Bildnis des Kurfürsten, das nach Frankreich gesendet wurde“ (Nachricht von Baumeistern, Bildhauern, Kupferstechern, Malern […], Berlin u. Stettin, 1786, S. 44). Ein weiteres Kurfürsten-Porträt nach Adam de Clerck stach Johann Hainzelmann (1641–1699) mit einer exakten Datierung auf 1688. Offensichtlich benutzte er jedoch eine andere Gemäldeversion als Vorlage. Claudia Sommer (2020)

ObjektartGraphik
MaßeBlatt: Höhe: 31.70 cm Breite: 21.10 cm – Platte: Höhe: 30.80 cm Breite: 20.90 cm
MaterialPapier, Kupferstich
InventarnummerGK II (10) 1766
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:51
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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