Blick auf Potsdam von Babelsberg
Beschreibung
Der auf rotem Papier gedruckte Kupferstich ist eine der ungewöhnlichsten Beispiele für Ansichten der Stadt Potsdam: zwei den Sphingen am Obelisken auf dem Alten Markt in Potsdam nachempfundene mythologische Wesen halten eine von floralen Arabesken umrahmte Bildtafel mit einem Blick auf den Stadtkern Potsdams von Babelsberg aus. Drei der markanten Kirchtürme der Stadt (links Heiligengeist-, rechts Nikolai- mit der dahinterliegenden Garnisonkirche) sind zu erkennen. Die Türme sind stark vereinfacht wiedergegeben. Der Monopteros des Militärwaisenhauses und die Kuppel des Alten Rathauses erscheinen in einer ebenfalls nur angedeuteten graphischen Form. Die Nikolaikirche war 1795 abgebrannt. Dies erlaubt eine Datierung des Blattes in die Jahre kurz zuvor. Möglicherweise handelt es sich um ein Erinnerungs- oder Andenkblatt. In der Sammlung des Potsdam Museums ist es von Format, Verzierung und Papierwahl her einzigartig. [Uta Kaiser] Originaltitel: Potsdam
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

