Blick auf Potsdam vom Brauhausberg, umgeben von 13 Detailansichten der Stadt
Beschreibung
Das Blatt entstand zum Gedenken an das "Dreikaiserjahr". 1888 verstarb Wilhelm I. fast einundneunzigjährig in Berlin, sein Sohn, Kaiser Friedrich III., war schon bei der Thronbesteigung unheilbar an Kehlkopfkrebs erkrankt und verstarb nach nur dreimonatiger Amtszeit. Sein ältester Sohn Friedrich Wilhelm bestieg kurz darauf als Wilhelm II. als letzter deutscher Kaiser den Thron. Der über der Aussicht auf den Brauhausberg in diesem Blatt vermerkte Spruch "Lerne leiden ohne zu klagen" nimmt Bezug auf die Ereignisse dieses Jahres, ebenso wie der prominent unterhalb des ovalen Hauptbildes und des Wappens mit preußischem Adler und Königskrone angebrachte Originaltitel des Lichtdrucks "Potsdam 1888". In fünf Reihen sind insgesamt 13 weitere Detailansichten der Stadt, voneinander getrennt durch Dornenranken und mit weiteren Sinnsprüchen versehen. [Uta Kaiser] Originaltitel: Potsdam 1888
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

