Potsdam mit Umgebungen
Beschreibung
Das Belvedere auf dem Pfingstberg, zentrales Motiv dieser Lithographie, wurde in zwei Bauphasen 1847-1852 und 1862-1863 im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. durch Ludwig Persius, Ludwig Ferdinand Hesse und Friedrich August Stüler errichtet. Von den im ersten Bauabschnitt errichteten Türmen bietet sich dem Betrachter ein Blick über die gesamte Stadt Potsdam sowie, Richtung Westen, nach Berlin. Das Mittelfeld dieses Blattes ist von 20 Detailansichten Potsdams umrahmt. Die Graphitzeichnung des zentralen Motivs, die als Vorlage des Druckes diente, befindet sich in der Sammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. In Gestaltung und Format folgt die Lithographie der circa zehn Jahre zuvor von Wilhelm Loeillot (tätig 1827-1876) bei Wilhelm Zawitz in Berlin publizierten mehrteiligen Vedute (Inv.-Nr. 80-330-K2a). Einen ähnlichen Blick auf die Stadt vom Pfingstberg hatte 1849 Carl Graeb angefertigt. [Uta Kaiser]
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

