Guckkastenbild - Der Alte Markt zu Potsdam
Beschreibung
Der Alte Markt bildet das Zentrum der historischen Innenstadt Potsdams. Unter Friedrich II. erhielt das aus Stadtschloss, Altem Rathaus, Nikolaikirche und repräsentativen Bürgerhäusern bestehende Ensemble seine nach italienischen Vorbildern geprägte Gestaltung. Der Kupferstecher Johann Christoph Nabholz (1752-1797) fertigte um 1770 diese Radierung unter dem Titel "Prospect des alten Marktes zu Potsdam nebst der S. Nicolai Kirche, dem Rath-Prediger u. Schul Hauss, samt dem Marmorinerie Obelisk, an dere Piramide man die 4 Brustbilder des grossen Kurfürsten und seinen 3 Nachfolger zu sehen sind" an. Die seitenverkehrte Darstellung diente als Vorlage eines Guckkastenbildes, das dem Betrachter mit Hilfe eines entsprechenden Apparates ein dreidimensionales Bild des Gegenstandes in erweiterter, täuschend echter Perspektive vermittelte. Ein kolorierter Kupferstich des Sujets befindet sich ebenfalls in der Sammlung des Potsdam Museums (Inv.-Nr. 79-89-K2a). [Uta Kaiser] Originaltitel: Prospect des alten Marktes zu Potsdam nebst der S. Nicolai Kirche, dem Rath-Prediger u. Schul Hauss, samt dem Marmorinerie Obelisk, an dere Piramide man die 4 Brustbilder des grossen Kurfürsten und seinen 3 Nachfolger zu sehen sind
Details und verwandte Objekte
Einordnung
Schlagworte
Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

