Blick von Humboldtstraße auf den Alten Markt mit Nikolaikirche, Obelisk und Altem Rathaus
Beschreibung
Der Blick von der Humboldtstraße auf den Alten Markt mit Nikolaikirche, Obelisk, Bürgerhäusern und Altem Rathaus folgt der Perspektive der etwa siebzig Jahre zuvor von Der Blick von der Humboldtstraße auf den Alten Markt mit Nikolaikirche, Obelisk, Bürgerhäusern und Altem Rathaus folgt der Perspektive des etwa siebzig Jahre zuvor von Johann Christoph Nabholz (1752-1797) angenommenen Standortes in einem Guckkastenbild (Inv.-Nr. 79-89a-K2b; 79-89-K2a) oder dem von Johann Friedrich Schleuen (1739–1784) in einer etwa zeitgleich gefertigten Radierung „Der Alte Markt von Süden“ (Kat. 112, in: Drescher/Kroll: Potsdam. Ansichten in drei Jahrhunderten, Weimar 1981, S. 46). 1795 brannte die Nikolaikirche ab. Das Feuer zog auch umliegende Gebäude in Mitleidenschaft. Ludwig Eduard Lütke (1801–1850) zeigt in diesem Blatt die Ist-Situation mit neu errichteter Nikolaikirche sowie, links vom Obelisken, einen Blick in die Vergangenheit. Hierbei handelt es sich um den Teil einer Fassade, die 1751 von dem nicht näher bekannten Franzosen Rolland vor fünf von ihm entworfene Bürgerhäuser gesetzt wurde: Am Alten Markt 16, 15b, 15a, 14 und 13 (vgl. Mielke, Das Bürgerhaus in Potsdam, Tübingen 1972, S. 17). Diese bis zur Ecke Schwertfegerstraße reichenden Häuser wurden beim Brand der Nikolaikirche zerstört und nicht wiederaufgebaut. Stattdessen entstanden hier zwischen 1796 und 1799 drei, wohl von Michael Philipp Boumann (1747–1803) entworfene Bürgerhäuser mit individualisierten Fassaden: Am Alten Markt 16, 15 und 13/14 (vgl. Giersberg, Das Potsdamer Bürgerhaus um 1800, Potsdam 1965, S. 45, dort auch Abb.). Lütke jun. fertigte für verschiedene Berliner Verlage im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts zahlreiche Veduten brandenburgisch-preußischer Städte an und „kupferte“, wie viele seiner Zeitgenossen, bereits bestehende Vorlagen ab, ohne – in Zeiten geringer Reisemöglichkeiten – stets selbst vor Ort gewesen zu sein. [Uta Kaiser, Thomas Sander] Originaltitel: Der Alte Markt in Potsdam
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Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

