Der Neptunbrunnen
Beschreibung
Der Blick auf das Belvedere auf dem Brauhausberg über dem Neptunbrunnen ist aufgrund seiner Seltenheit besonders wertvoll innerhalb der Sammlung des Potsdam Museums. Das 1802-1803 von Andreas Ludwig Krüger errichtete Belvedere wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Ende der 1950er Jahre wurde die Ruine abgetragen. In der Druckgraphik ist der Blick auf das Belvedere selten so prägnant dargestellt wie in diesem Blatt, dessen eigentliches Thema ein anderes ist: der 1746-1748 von Johann Peter Benkert und Johann Gottlieb Heymüller nach Johann August Nahl ausgeführte Neptunbrunnen im Lustgarten des Potsdamer Stadtschlosses überstand die Jahrhunderte nur mit großen Verlusten. Erst vor kurzer Zeit wurde die Kopie einer der verlorenen Figuren den wenigen erhaltenen wieder hinzugefügt. Der Graphiker und Verleger Johann Poppel (1807-1882), der Künstler dieses Blattes, gab gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Kurz (1815-1883) Ansichten- und Erinnerungsblätter mit Veduten aus Preußen und den norddeutschen Ländern heraus. Dies ist eines der wenigen Blätter, in denen er selbst als Graphiker in Erscheinung tritt. [Uta Kaiser ] Originaltitel: Das Bassin am Schloßplatz in Potsdam
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

