Die Südfassade des Potsdamer Stadtschlosses
Beschreibung
Die Aquatintaradierung entstammt ebenso wie der Blick auf die Nikolaikirche von Carl Schulin und Carl Julius Henning (Inv.-Nr. 80-388-K2a) aus einer der beiden großen Preußen-Serien, die der Berliner Verleger A. Hübenthal zwischen 1840 und 1843 herausgab. Um 1840 publizierte er "Borussia. 60 Ansichten Preußischer Städte, Burgen und Klöster" circa drei Jahre später "Erinnerung an Berlin, Potsdam und Charlottenburg". In diesem Blatt richtet richtet sich der Blick des Betrachters von der Havelkolonnade auf die Südfassade des Potsdamer Stadtschlosses und die im Hintergrund zu erkennende Garnisonkirche. Im Vordergrund ist eine Genreszene mit spielenden Kindern eingefügt. Vor der Grünen Treppe des Schlosses hält eine Kutsche. Besonderes Augenmerk gilt den Sphingen am Fuße der Treppe mit ihren lebendig wirkenden Gesichtern. [Uta Kaiser ] Originaltitel: Das Königl: Schloss in Potsdam./Le Palais royale à Potsdam.
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

