Der Luisenplatz in Potsdam
Beschreibung
Von der heutigen Schopenhauerstraße aus öffnet sich der Blick auf den Luisenplatz. Linkerhand ist das 1770 von Carl von Gontard und Georg Christian Unger errichtete Brandenburger Tor zu sehen. Hinter einer Baumreihe, unter der Soldaten eine Übung vollziehen, ragt der Turm der Garnisonkirche empor. Über dem Gebäude des Alten Stadtwächters ist der Monopteros des Militärwaisenhauses zu erkennen. Der südliche Abschluss des Platzes wird von der 1835/36 errichteten Garde-Ulanen-Kaserne beherrscht. Nachdem der Luisenplatz über Jahrzehnte hinweg als Zollkontrollstelle genutzt worden war, ließ ihn Friedrich Wilhelm IV. ab 1854 in eine Gartenkunstanlage mit Springbrunnen verwandeln. Der vermutlich aus der niederländischen Künstlerfamilie Altmann stammende Zeichner dieses Blattes vermittelt dem Betrachter einen Einblick in den Zustand des Platzes kurz nach dessen gelungener Umgestaltung, die nur bis 1939 Bestand hatte. [Uta Kaiser]
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

