Brandenburg vom Marienberg aus, Blatt 2/16 aus der Serie: Album von Brandenburg
Beschreibung
Obwohl das Blatt den gleichen Titel trägt wie Blatt 1/16 aus dem „Album von Brandenburg“, zeigt es doch einen anderen Ausschnitt. Der Blick ist nun nicht mehr nach Osten sondern nach Südosten gerichtet. Eingefangen ist das Panorama zwischen dem im Mittelgrund am linken Bildrand hell aufscheinenden Turm des Altstädter Rathauses und den beiden Türme der Bettelordenskirchen St. Pauli und St. Johannis. Dazwischen befindet sich als höchste Erhebung die St. Katharinenkirche und links von ihr das Türmchen des im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammenden und 1945 zerstörten Neustädter Rathauses. Ganz rechts erscheint der rauchende Schornstein der Spielwarenfabrik Lehmann an der Plauer Str. 5/6. Deren Komplex ist heute noch weitgehend erhalten und v.a. berühmt durch das 1901/02 nach Plänen von Bruno Möhring im Jugendstil umgestaltete Wohnhaus des Fabrikbesitzers. Weitere Schornsteine im Stadtbild verweisen ebenfalls auf die zunehmende Industrialisierung Brandenburgs Ende des 19. Jahrhunderts. [Thomas Sander] o.m.: Brandenburg.; u.l.: N. d. Nat. gez. u. lith. v. Rob. Geissler, Berlin.; u.m.: Brandenburg vom Marienberge.; u.l.: Verlag von Adolph Müller in Brandenburg
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

