Bahnhof von Südosten, Blatt 13/16 aus der Serie: Album von Brandenburg
Beschreibung
Brandenburg erhielt 1846 mit Eröffnung der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn einen eigenen Bahnhof, dessen mehrmals erweitertes Empfangsgebäude noch heute in seinen Grundzügen erhalten ist. Der auf dem Stahlstich rechts dargestellte Bau stammt von 1846 und ist der älteste Teil des Komplexes. Er ist giebelständig, hat zweieinhalb Geschosse, fünf Achsen sowie einen erhöhten Mittelrisalit. Die im Tudorstil gestalteten Putzfassaden werden durch bis über das Dach reichende Strebepfeiler gegliedert. Der Giebel ist in Form einer gestaffelten Schildwand vorgesetzt. Später wurde der Bau nach links spiegelbildlich verlängert. 1851 kam der linke Baukörper hinzu. Der traufständige, neunachsige und zweigeschossige Bau übernimmt dabei weitgehend die Gliederungselemente des älteren Teils. Links davon entstand zeitgleich noch ein eingeschossiger Trakt von drei Achsen für das Bahnhofsrestaurant. Heute entspricht die Architektur des Bahnhofs nur noch bedingt dem einstigen Bild. [Thomas Sander] o.m.: Brandenburg.; u.l.: N. d. Nat. gez. u. lith. v. Rob. Geissler, Berlin.; u.m.: Bahnhof.; u.l.: Verlag von Adolph Müller in Brandenburg
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

