St. Katharinenkirche von Nordwesten
Beschreibung
Das Blatt ist offenbar eine Vorzeichnung für eine danach zu fertigende Lithographie. Dargestellt ist die St. Katharinenkirche von Nordwesten mit ihrem Umfeld bis hin zur Neustädtischen Gelehrtenschule, heute Katharinenkirchplatz 5. Das palaisartige, dreigeschossige Gebäude mit seinen ionischen Kolossalpilastern, der Wappenkartusche über dem Mittelrisalit und dem hohen Krüppelwalm-Mansarddach wurde 1796/97 anstelle eines 1784 abgerissenen, ebenfalls stattlichen Schulbaus aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts errichtet. Im frühklassizistischen Stil errichtet, war es im 18. Jahrhundert das größte Bauvorhaben in der Brandenburger Neustadt. Heute befindet sich hier das Standesamt der Stadt. Der Zeichner hat die Topographie auf seinem Blatt aus darstellerischen Gründen verändert. Von seinem Standort aus konnte man weder die St.-Annenstraße noch das Neustädter Rathaus sehen. Um sie dennoch zu zeigen, ignorierte er den gesamten Baublock zwischen Katharinenkirchplatz und Hauptstraße, darunter das Kurfürstenhaus. [Thomas Sander]
| Zeichnung (Kunst) | |
| u.l.: A. Eisfeld del. | |
| Graphit | |
| V11497Kb | |
| 2025-11-24 15:41:15 | |
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

