Inneres der St. Katharinenkirche
Beschreibung
Die Darstellung ähnelt der Lithographie (Inv.-Nr. V 10868 Kb). Auch hier steht der Betrachter im Mittelschiff der Katharinenkirche an der Grenze zum Hallenumgangschor und blickt nach Osten zum Hochaltarretabel. Zwischen den Chorpfeilern stehen beiderseits die 3,20 Meter hohen, 1844 von Wredow und Schievelbein geschaffenen Apostelstatuen aus Gips. Sie waren Modelle für die 1845-47 in Zinkguss ausgeführten und 1849 auf den Giebeldreiecken des Domes von Helsinki aufgestellten Statuen. Der Betrachter steht etwas höher vor dem Chor als auf der erwähnten Lithographie, auch trennt hier eine dort nicht vorhandene Chorschranke den eigentlichen Altarbereich ab. Trotz größerer Detailgenauigkeit weisen die Figuren in Bezug auf die Originalstatuen ebenfalls Verzeichnungen auf. So ist die beim Original breite Säge des Apostels Simon vorn links kaum noch als solche zu erkennen. Auch hebt das Original nicht wie hier den Kopf, sondern wendet ihn nach links. [Thomas Sander] u.r.: L. Oppenheim 1857
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

