Stadtpalais der Familie von Rochow

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Beschreibung

Das Stadtpalais der Familie von Rochow, 1789 an der Ecke St. Annenstraße 12, Deutsches Dorf errichtet, war nach Marcus Cante Brandenburgs "großzügster Wohnbau". Obwohl in die Zeit des frühen Klassizismus fallend, war dessen Erscheinung ausgesprochen barock. Das Gebäude besaß zur St. Annenstraße acht und zum Deutschen Dorf neun Achsen. Mit drei Vollgeschossen und einem hohen Mansarddach überragte es die zumeist zweigeschossige Nachbarbebauung. Zur St. Annenstraße besaß die symmetrische und mit Quaderlisenen gegliederte Fassade in der 3. und 6. Achse je einen frontonbekrönten Risalit. Im rechten befand sich eine Durchfahrt und im linken das Eingangsportal. Brüstungsspiegel in den Nebenachsen, im 19. Jahrhundert teilweise mit neobarockem Stuck gefüllt, sowie Blendbalustraden und von Volutenkonsolen gestützte Verdachungen in den Risaliten unterstrichen den vornehmen Charakter der Hauptfassade. Die Fassade zum Deutschen Dorf war wesentlich schlichter. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Erdgeschoss Läden betrieben, darunter von Kaufmann Rost und nach dessen Konkurs 1842 von Seifenhändler Zieten; beide Namen werden auf dem Blatt erwähnt. 1945 wurde das Haus zerstört. [Thomas Sander] o.m.: 29.; u.l.: St. Annen-Strasse 12. / Ecke Deutsches Dorf.; u.r.: jetzt Zieten 5.; u.m.: Das Rostsche Haus

ObjektartZeichnung (Kunst)
Maße20,2 x 20,2 cm
MaterialFeder, farbig laviert
InventarnummerV01335Kb
Stand der Infomationen2025-11-24 15:41:10
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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus CC BY-NC-SA

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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

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