Ansicht der Altstadt von Brandenburg
Beschreibung
Die Ansicht zeigt die Brandenburger Altstadt von Osten aus. Der Standort dürfte etwa auf den Wiesen zwischen dem Grillendamm und dem Domstreng, einem nördlich der Dominsel fließenden Nebengewässer der Niederhavel, gelegen haben. Am rechten Bildrand sind das östliche Ende des Grillendamms und davor die seltsam verzeichnete Homeyenbrücke zu erkennen. Ihr Name wird erstmals 1384 erwähnt und geht auf eine Straßensperre als äußere Befestigung (Homeie oder Homeye) der Altstadt zurück. Damit wurde die dem Altstädtischen Mühlentor vorgelagerte Brücke geschützt. Das Tor selbst wurde 1802 abgebrochen. Hinter der Brücke beginnt die Mühlentorstraße, die vom Parduin fortgesetzt bis zum Altstädtischen Markt führt. Westlich der Mühlentorstraße erhebt sich aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammende St. Gotthardtkirche mit ihrer 1767 aufgesetzten Turmhaube. Am linken Bildrand erscheint der Turm des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Altstädtischen Rathauses. Links neben dem Turm von St. Gotthardt ist auf dem Marienberg noch die 1833 in Betrieb genommene Telegraphenstation 7 zu erkennen. [Thomas Sander] u.m.: Vue de Brandenbourg. (Vieille. Ville.); u.r.: C.B. 1845. / Geschenk v. Evenius 1896
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

