Die Schillerinsel, Blatt 12/16 aus der Serie: Album von Brandenburg

CC BY-NC-SA

Beschreibung

Westlich der Neustadt befindet sich mit der Grabenpromenade eine der ältesten und ausgedehntesten Promenadenanlagen der Stadt. Die Anlage erfolgte 1836/37 entlang der Stadtmauer, die zum Teil noch vorhanden ist. Die von dem einstigen äußeren Wehrgraben, dem Pumpergraben, und dem inneren Wehrgraben, dem Schleifergraben, durchzogene Fläche war zu der Zeit noch größtenteils Wiese. Der an der Stadtmauer entlangführende Schleifergraben wurde 1900 zugeschüttet. 1901/02 erfolgte eine grundlegende Umgestaltung der Anlage. Auf der durch eine Verzweigung des Pumpergrabens gebildeten Insel wurde 1860 zur Ehren Schillers eine Büste aufgestellt. In den folgenden Jahren wurde die Schillerinsel einer intensiven gärtnerischen Gestaltung unterzogen. So entstand u.a. 1879 eine Trinkanstalt mit Brunnenhaus, die aber 1886 wieder verschwand. 1881 wurden zwei eiserne Fußgängerbrücken auf massiven Pfeilern über den beiden Gräben errichtet und 1900 durch Fahrbrücken ersetzt. 1945 erlitten die Anlagen der Grabenpromenade schwere Zerstörungen. Zur Steintorbrücke entstand danach ein sowjetischer Ehrenfriedhof mit zentralem Obelisken und 1970 eine neue Brücke über die beiden Pumbergräben. [Thomas Sander] o.m.: Brandenburg.; u.l.: N. d. Nat. gez. u. lith. v. Rob. Geissler, Berlin.; u.m.: Schillerinsel.; u.l.: Verlag von Adolph Müller in Brandenburg

ObjektartLithographie
Maße13,7 x 18,7 cm
MaterialLithographie
InventarnummerV10427Kb
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
Zum Objekt im Museum Digital
Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

Zum Museum

Sammlungen

Grafiksammlung

Zur Sammlung