Die Stadt vom Marienberg
Beschreibung
Die Ansicht vom Marienberg zeigt am linken Bildrand die St. Gotthardkirche und rechts daneben die Dominsel mit dem Dom St. Peter und Paul; am rechten Bildrand geht der Blick über Alt- und Neustadt mit der markanten St. Katharinenkirche als höchstem Punkt. Rechts von ihr erhebt sich der helle Turm der Johanniskirche und dazwischen, in der Ferne, der Turm der Dominikanerklosterkirche St. Pauli. Links von der St. Katharinenkirche ist noch der Turm des Neustädter Rathauses zu sehen. Die Darstellung erweist sich als recht ungenau, sowohl topographisch – beispielsweise ist die Johanniskirche viel zu nah im Vordergrund – als auch bei baulichen Details – so besitzt die St. Gotthardkirche keine Doppelfenster im Turm und ist der Turm der St. Katharinenkirche viel zu schlank und ohne achteckigen Turmabschluss dargestellt. Offenbar wurde hier nicht nach der Natur sondern nach einer fremden Vorlage gearbeitet. [Thomas Sander] u.m.: Brandenburg; u.l.: Stahlst. v. Sagert
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

