St. Katharinenkirche von Süden, Blatt 6/16 aus der Serie: Album von Brandenburg
Beschreibung
Die Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Pfarrkirche der Neustadt war eine kreuzförmige, einschiffige Feldsteinkirche, deren Spuren noch heute am Westbau ablesbar sind. Der Neubau begann 1381 mit dem Hallenlanghaus, das zunächst um das alte Kirchenschiff herumgebaut wurde. Das Langhaus schloss mit einem im Dachwerk erhaltenen Maßwerkgiebel nach Osten ab. 1395 wurde das alte Kirchenschiff niedergelegt und die südliche Fronleichnamskapelle erbaut. Das vollständig erhalten gebliebene Dachtragwerk war um 1400 vollendet. Die Außenwände sind gegliedert durch fünfbahnige Maßwerkfenster und Lisenen. Letztere haben eine reiche Gestaltung in Form glasierter Formsteine, Dienste und mit Wimpergen bekrönter Figurennischen. Die 1434 geweihte Nord- und die Südkapelle weisen je drei prachtvolle Maßwerkgiebel mit Rosetten, Maßwerk und Wimpergen auf. Statt des geplanten Saalchors errichtete man bis 1474 den 5/10 Hallen-Umgangschor, der das tektonische System des Langhauses fortsetzt. 1489 erfolgte vor dem Südportal ein Anbau mit Eingangshalle und Bibliothek darüber. Der 1494 umgebaute ältere Westturm wurde nach Einsturz 1582-92 nach Plänen des Mailänder Baumeisters G.B. de Salas neu errichtet. [Thomas Sander] o.m.: Brandenburg.; u.l. N. d. Nat. gez. u. lith. v. Rob. Geissler, Berlin.; u.m.: Katharinenkirche.; u.l.: Verlag von Adolph Müller in Brandenburg
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Dieses Objekt im Museum
Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

