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Beschreibung

Das reizvolle, wenn auch im Detail etwas naive Blatt, zeigt den von der Neustadt Brandenburg in Richtung Norden zur Dominsel hinüberführenden Mühlendamm. Dieser ist zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Verbindungs- und Staudamm durch den südlichen Havelarm zwischen der Neustadt und der Dominsel gelegt worden und löste die alte Fährverbindung vom Neustädtischen Wassertor ab. Die gewonnene Wasserkraft wurde für den Betrieb der markgräflichen Mühlen genutzt. Für den Handel hatte der Mühlendamm große Bedeutung, denn hier befanden sich der Holz- und der Fischmarkt. Die hölzernen Brücken wurden Ende des 19. Jahrhunderts massiv erneuert. 1904 erfolgte der Bau des Hauptpegels, eines kleinen turmartigen Backsteingebäudes, in dem sich eine Messuhr zum Anzeigen der Wasserstände von Ober- und Unterhavel befindet. Das Türmchen steht unmittelbar vor der Villa Mühlendamm 2, die 1907 an der Stelle des im Bild auffälligen Giebels mit dem Krüppelwalmdach errichtet wurde. Das Blatt stellt den Dom noch mit barocker Haube dar, also vor dem Umbau nach Plänen Carl Wilhelm Redtels in den Jahren 1833 bis 1836. Das heißt aber nicht, dass es davor entstanden ist, denn unter dem Titel "Der Dom zu Brandenburg" steht in Klammern der Zusatz: "zu früheren Zeiten". Die Zeichnung ist nach einer älteren und ebenfalls im Brandenburger Stadtmuseum aufbewahrten Vorlage (V 10498 Kb) entstanden und verweist mit der Kurrentschrift unter dem Rahmen eher auf die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. [Thomas Sander] u.m.: vom Mühlendamm aus / Der Dom zu Brandenburg. (zu früheren Zeiten) / R Goerke fecit.

ObjektartGrafik
Maße25,4 x 34,2 cm
MaterialGraphit
InventarnummerV00358Kb
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus CC BY-NC-SA

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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

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