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Beschreibung

Der Betrachter steht nördlich der Hauptstraße, etwa auf Höhe der Sieberstraße, und blickt nach Südosten in Richtung St. Katharinenkirche. Am linken Bildrand führt die Hauptstraße in Richtung Neustädtischer Markt und in der Mitte die Kurstraße nach Süden zum Steintor. In dem zu drei Seiten freistehenden, barocken Kopfbau mit seinem hohen Mansarddach (heute Hauptstraße 20) befand sich seit 1822 das jüdische Bankhaus Gumpert. Einer seiner Besitzer, der Bankier Louis Gumpert (1823-1920), war von 1859 bis 1919 Stadtverordneter von Brandenburg/H. und erhielt für seine Verdienste um das Gemeinwohl im Jahr 1903 die Ehrenbürgerwürde. Das Haus wurde 1885 im eklektischen Stil umgebaut, diente jahrelang als Theaterkasse und beherbergt seit 1982 ein Café. Bei der trotz aller Detailliertheit doch recht naiv anmutenden Darstellung handelt es sich um eine Kopie. Ihr Schöpfer war der aus Berlin stammende und von 1906 bis 1951 in Brandenburg/H. ansässige Grafiker und Zeichenlehrer Walter Garski. Er schuf diese und andere Kopien von im Privatbesitz befindlichen Originalen für die stadt- und kunstgeschichtlichen Sammlungen des „Historischen Vereins Brandenburg (Havel) e.V.“, der Keimzelle des heutigen Stadtmuseums. [Thomas Sander Rückseitig auf untergeklebter Pappe: Obere Hauptstraße von / Brdg., um 1845 / Kopie v. Walter Garski, nach unbekannt

ObjektartGemälde
Maße26,0 x 32,0 cm
MaterialDeck- und Aquarellfarben
InventarnummerV00333Kb
Stand der Infomationen2025-03-15 08:33:28
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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel - Frey-Haus CC BY-NC-SA

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Stadtmuseum Brandenburg an der Havel

Das Stadtmuseum Brandenburg an der Havel geht auf die Sammlung des Historischen Vereins zurück, der 1868 gegründet, diese zunächst im Steintorturm, ab 1923 im barocken Frey-Haus ausstellte. Das 1919 vom Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann erworbene und dem Historischen Verein für die stadtgeschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellte Haus übergaben seine Erben 1939 der Stadt über, ebenso übergab der Historische Verein die Sammlungsbestände in städtisches Eigentum. Das Stadtmuseum umfasst heute drei Ausstellungsorte: das Frey-Haus mit seinen Nebengebäuden - ein bürgerliches, barockes Juwel im Zentrum der Altstadt, das Gotische Haus mit seiner Dauerausstellung zu "Alchemie und Alltag" und den mittelalterlichen Steintortum in der Neustadt mit der Sammlung zu Havelschifffahrt. Im Frey-Haus wird in wechselnden Sonderausstellungen die jüngere Stadtgeschichte gezeigt, deren Ereignisse das Leben der Brandenburger bis heute prägen sowie eine ständige Ausstellung zur über hundert Jahre alten Spielzeugtradition in Brandenburg an der Havel, die Kinder wie Sammler für das Blech- und Lineol-Spielzeug "Made in Brandenburg an der Havel" begeistert. Der Steintorturm ist nur zwischen April und Oktober geöffnet, das Gotische Haus während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung.

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