Ansicht von Neustadt-Eberswalde
Beschreibung
Neben der Stadt gilt vor allem der umgebenden Landschaft das Augenmerk des Zeichners. Sein Standort scheint sich nördlich der Stadt jenseits der Finow befunden zu haben. Im Vordergrund blickt ein Wanderer, typisch für diese Zeit noch mit dem langen taillierten Rock und Dreispitz bekleidet, ins Tal; ein zweiter wohl mit einem Zeichenblock unter dem Arm, steigt gerade den Hang empor. Leider ist das Blatt sehr verblaßt, ein weiteres ähnliches ist nicht bekannt. In der Regionalliteratur wurde bisher diese Ansicht einem zwar öfter (so auch im Stadtmuseum Brandenburg) erwähnten, doch bisher nicht wirklich verifizierbaren hessischen Hofmaler Alberti zugeschrieben. Allerdings wird von einigen Kunsthistorikern, darunter Dr. Iris Berndt, bezweifelt, dass es diesen Hofmaler überhaupt je gab. Für diese Position spricht, dass ein Hofmaler aufgrund seines Ranges doch eigentlich recht gut, sowohl über seine Werke, als auch über Abrechnungen, Korrespondenzen u.ä., nachweisbar sein müsste; dies scheint aber bei Alberti, von dem selbst der Vorname fehlt, nicht der Fall zu sein. Dr. Iris Berndt vermutet im Übrigen als Autor des Blattes einen Künstler aus dem Umfeld des Berliner Verlegers Jean Morino. [Thomas Sander]
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Dieses Objekt im Museum
Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

