Neustadt-Eberswalde - Landes-Irren-Anstalt

CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das Gelände der einstigen Landesirrenanstalt erstreckt sich im Stadtteil Nordend im Winkel zwischen der Oderberger und der Breiten Straße (vor 1945 Stettiner Straße). Die ersten Klinik-Gebäude wurden zwischen 1862 und 1865 im Auftrag der Kurmärkischen Land-Armen-Verwaltung nach Plänen des Architekten Martin Gropius (1824-1880) errichtet. Es entstand ein streng symmetrischer Komplex über einem von Nordosten nach Südwesten gerichteten rechteckigen Grundriss. Die drei- und viergeschossigen Trakte sind im „Blocksystem“ um zwei U-förmige Höfe angeordnet und werden in der Mitte von einem Verwaltungshaus mit einem rückwärtigen Kapellenanbau (in der Bildmitte mit dem kleinen Türmchen) geteilt. Der Kapelle gegenüber befindet sich nach Nordwesten ein Trakt für Koch- und Waschküchen, Vorräte sowie Wäschekammern; ihm angeschlossen ist das zentrale Kesselhaus (im Bild durch den aufsteigenden Rauch markiert). Die so gebildete Mittelachse trennt den Bereich der männlichen (links) von dem Bereich der weiblichen Patienten (rechts). Ursprünglich für 400 Patienten gedacht, nahm die Anstalt nach mehreren Ausbauten ab 1880 bis Ende des Ersten Weltkriegs über 1.100 Patienten auf. Von 1945 bis 1991 nutzte die Rote Armee das Zentralhospital, während sich in den umliegenden Bauten ab 1952 das Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie befand; die zentralen Gebäude gehören heute zum Martin-Gropius-Krankenhaus (Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie). [Thomas Sander] Beschriftung: m.o.: Neustadt-Eberswalde.; m.u.: Landes-Irren-Anstalt.; u.l.: N. d. Natur gez. u. lith. v. Rob. Geissler.; u.r.: Verlag v. Adolf Lemme.

ObjektartGrafik
Maße13,5 x 18,5 cm
MaterialLithographie
InventarnummerV 3884 K2
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
Zum Objekt im Museum Digital
Museum Eberswalde CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Eberswalde

Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

Zum Museum

Sammlungen

+ Grafiksammlung

Zur Sammlung