Neustadt-Eberswalde - St. Maria Magdalenen Kirche
Beschreibung
Die Pfarrkirche St. Maria Magdalena erhebt sich südwestlich des Marktplatzes auf einer Anhöhe und beherrscht mit ihrem Turm die Altstadt von Eberswalde. Ursprünglich lag der Bau inmitten eines Kirchhofs, doch wurde dieser Ende des 18. Jahrhundert aufgegeben, sodass ringsum ein Platz entstand. Der romanische Vorgängerbau erhielt um das Jahr 1250 seine Weihe von Rutger von Kerkow, dem Bischof von Brandenburg. Unter Einfluss des bald darauf im Bau befindlichen Klosters Chorin entstand Ende des 13. Jahrhunderts eine dreischiffige Basilika ohne Querhaus, aber mit zwei Seitenkapellen, parallel zum Chorraum. Einzigartig ist der aus der Erbauungszeit stammende, nach einem ikonographischen Programm ausgeführte Figurenschmuck an den Portalen auf der West-, Süd- und Nordseite; ebenso bemerkenswert auch die Bronzetaufe aus dem frühen 14. Jahrhundert. Nach dem Stadtbrand von 1499 entstanden im Inneren Fresken mit Lilienmotiven und einem überlebensgroßen Christophorus. Der reich geschnitzte Spätrenaissance-Altar von 1606 gehört zu den bedeutendsten seiner Art in Brandenburg. Von 1783 stammt die Orgel des Wagner-Schülers Ernst Marx, die allerdings 1876 einen neogotischen Prospekt erhielt. Das Äußere und das Innere der Kirche wird heute weitgehend bestimmt durch die umfassende Erneuerung von 1874 bis 1876, die Herman Blankenstein (1829-1910), teilweise nach Plänen von Friedrich August Stüler (1800-1865), leitete. [Thomas Sander]
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Dieses Objekt im Museum
Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

