Eberswalde von Südosten

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Beschreibung

Die Zeichnung zeigt Neustadt-Eberswalde in der Zeit zwischen 1710 und 1715 aus südöstlicher Richtung. Im Vordergrund links erscheint die Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete Stadtmauer mit dem aus drei Tortürmen und einer Zwingeranlage bestehenden Ober- oder Berliner Tor. In regelmäßigen Abständen sind in der Mauer nischenartige Vorsprünge zu erkennen. Sie dienten einst als Substruktion für sogenannte Wiek- oder Weichhäuser, die anstelle eines komplett umlaufenden Wehrgangs zur allseitigen Verteidigung, aber auch zur Erhöhung der Stabilität errichtet wurden. Anfang des 18. Jahrhunderts zeigt sich die Mauer nicht zuletzt im Ergebnis des 30jährigen Krieges, der Eberswalde fast völlig auslöschte und in der Entwicklung weit zurückwarf, in einem desolaten Zustand. Die umliegenden Wall- und Grabenzonen waren bereits 1669 eingeebnet und in Gartenland umgewandelt worden. Nach Stationierung einer Garnison im Jahr 1727 wird die Mauer noch einmal repariert, um Ende des 18. Jahrhunderts endgültig zu verfallen und zwischen 1821 und 1823 mit den Türmen bis auf geringe Reste abgetragen zu werden. [Thomas Sander]

ObjektartGrafik
Maße15,9 x 40,3 cm
MaterialHeliographie
Inventarnummerohne Inv.-Nr.
Stand der Infomationen2025-03-10 13:42:37
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Museum Eberswalde

Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.

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