Beschreibung
Der Wendengötze von Weggun. Hans Schübler, staatlicher Beauftragter für Bodenfunde, fand 1931 in einer Kiesgrube bei Weggun, im damaligen Kreis Templin, diese rätselhafte Bleifigur. Er datierte sie auf das 7. oder 8. Jahrhundert. Basis seiner Datierung war die unmittelbare Nähe des Fundortes zu Gräbern aus dieser Zeit. Schon früh zweifelten allerdings mehrere Wissenschaftler die Originalität dieses ungewöhnlichen Objektes an. Sie vermuteten eine Entstehung in neuester Zeit oder sogar eine Fälschung. Bereits seit 1932 als „wendisches Götzenbild“ bezeichnet, konnte bis heute weder eine exakte Datierung noch eine eindeutige Interpretation des Dargestellten geliefert werden.
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Dieses Objekt im Museum
Das Museum hat seinen Sitz im Prenzlauer Tor, einem der 3 Stadttore der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage Templins. 1957 eröffnete das Kreisheimatmuseum mit Ausstellungsmodulen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Bodenreform und zur lokalen Arbeiterbewegung. In den folgenden Jahren reichte das Spektrum der Sammeltätigkeit von Alltagsgegenständen, Kleidung und Arbeitsgeräten bis zu volkskundlichen Objekten. Im Jahr 2004 entstand die Idee, das Prenzlauer Tor als Gesamtensemble in seinem historischen Erscheinungsbild wieder sichtbar und damit den kulturhistorisch bedeutsamen Ort des Übergangs, des Austausches und Transits erlebbar zu machen. Im Zuge des Umbaus ab 2010 sind störende Ein- und Umbauten entfernt, das historische Gemäuer freigelegt worden. Neue Stahl-Glas-Elemente im Bereich der alten Torbögen machen heute die Blickachse durch Tor, Zwinger und Vortor wieder sichtbar, den Ort als Durchgang und Übergang wieder erlebbar. Diesem Architekturerlebnis fühlt sich die 2012 eröffnete Dauerausstellung inhaltlich verpflichtet. Die über 800 für die Ausstellung ausgewählten Objekte und die sich harmonisch einfügende Ausstellungsgestaltung belegen die außergewöhnliche Geschichte einer Stadt, ihres Umlandes und ihrer Bewohner.




















