Beschreibung
Der Scheffel ist ein altes Raummaß, das zur Messung von Schüttgütern (z. B. Getreide) diente und deshalb auch Getreidemaß genannt wurde. Bei diesem Objekt handelt es sich um einen runden 32 cm hohen Holzbottich mit einem Durchmesser von 49 cm. Zur besseren Haltbarkeit wurden der obere und der untere Rand des Gefäßes außen mit 2 und 3 cm breiten Metallreifen verstärkt. 6 Metallstreben sichern außerdem noch die Seiten und den Boden. An der Oberkante wurde diagonal eine Eisenstange angeschweißt, die mittig durch eine weitere Strebe am Scheffelboden befestigt ist. Zum Ausschütten und Tragen wurden zwei rustikale Metallgriffe angenietet. An der Seite und auf dem Boden des Scheffels sind untereinander Buchstaben und Zahlen eingebrannt worden: "1/2 H", darunter "2", dann "N.D.B." und "H".
Details und verwandte Objekte
Einordnung
Schlagworte
Dieses Objekt im Museum
Das Museum hat seinen Sitz im Prenzlauer Tor, einem der 3 Stadttore der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage Templins. 1957 eröffnete das Kreisheimatmuseum mit Ausstellungsmodulen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Bodenreform und zur lokalen Arbeiterbewegung. In den folgenden Jahren reichte das Spektrum der Sammeltätigkeit von Alltagsgegenständen, Kleidung und Arbeitsgeräten bis zu volkskundlichen Objekten. Im Jahr 2004 entstand die Idee, das Prenzlauer Tor als Gesamtensemble in seinem historischen Erscheinungsbild wieder sichtbar und damit den kulturhistorisch bedeutsamen Ort des Übergangs, des Austausches und Transits erlebbar zu machen. Im Zuge des Umbaus ab 2010 sind störende Ein- und Umbauten entfernt, das historische Gemäuer freigelegt worden. Neue Stahl-Glas-Elemente im Bereich der alten Torbögen machen heute die Blickachse durch Tor, Zwinger und Vortor wieder sichtbar, den Ort als Durchgang und Übergang wieder erlebbar. Diesem Architekturerlebnis fühlt sich die 2012 eröffnete Dauerausstellung inhaltlich verpflichtet. Die über 800 für die Ausstellung ausgewählten Objekte und die sich harmonisch einfügende Ausstellungsgestaltung belegen die außergewöhnliche Geschichte einer Stadt, ihres Umlandes und ihrer Bewohner.










