Richter’s Anker-Steinbaukasten Nr. 18A-METZ
Beschreibung
Es handelt sich um einen Anker-Steinbaukasten Nr. 18A-METZ, wobei die Bezeichnung METZ ein Passwort ist, das auf einen einlagigen Ergänzungskasten hinweist. Er beinhaltet neben den Steinen mit Einpackvorlage auch ein Heftchen mit Richters Bauvorlagen Nr. 20. Die Anker-Bausteine wurden aus Quarzsand, Schlämmkreide und Leinöl gepresst und dann gebacken. Sie wurden in den Farben rot, gelb und blau hergestellt, entsprechend den drei Baumaterialien Ziegelstein, Sandstein und Schiefer (Dach). Erfunden wurde das Baukastensystem 1879 von den Brüdern Otto und Gustav Lilienthal, die sie zunächst auch herstellten. Die Entwürfe mussten aber abgegeben werden, da die Vermarktung nicht gelang. Der Unternehmer Friedrich Adolf Richter kaufte die Idee, ließ sie sich patentieren und machte den Anker-Steinbaukasten, der heute noch hergestellt wird, weltberühmt. Er produzierte die Bausteine ab 1882 in seiner pharmazeutischen Fabrik in Rudolstadt. Ab 1895 wurden die Kästen mit dem Logo des Ankers vertrieben.
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Dieses Objekt im Museum
Das Museum hat seinen Sitz im Prenzlauer Tor, einem der 3 Stadttore der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage Templins. 1957 eröffnete das Kreisheimatmuseum mit Ausstellungsmodulen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Bodenreform und zur lokalen Arbeiterbewegung. In den folgenden Jahren reichte das Spektrum der Sammeltätigkeit von Alltagsgegenständen, Kleidung und Arbeitsgeräten bis zu volkskundlichen Objekten. Im Jahr 2004 entstand die Idee, das Prenzlauer Tor als Gesamtensemble in seinem historischen Erscheinungsbild wieder sichtbar und damit den kulturhistorisch bedeutsamen Ort des Übergangs, des Austausches und Transits erlebbar zu machen. Im Zuge des Umbaus ab 2010 sind störende Ein- und Umbauten entfernt, das historische Gemäuer freigelegt worden. Neue Stahl-Glas-Elemente im Bereich der alten Torbögen machen heute die Blickachse durch Tor, Zwinger und Vortor wieder sichtbar, den Ort als Durchgang und Übergang wieder erlebbar. Diesem Architekturerlebnis fühlt sich die 2012 eröffnete Dauerausstellung inhaltlich verpflichtet. Die über 800 für die Ausstellung ausgewählten Objekte und die sich harmonisch einfügende Ausstellungsgestaltung belegen die außergewöhnliche Geschichte einer Stadt, ihres Umlandes und ihrer Bewohner.














