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Beschreibung

Die Grundform dieses Metallkästchens lässt sich auf ein Achteck reduzieren. Von den acht Seitenwänden sind jeweils die gegenüberliegenden gleich groß. Alle Reliefs und Verzierungen des Kästchens sind bleigetrieben, wobei das Metall im kalten Zustand bearbeitet und gestaltet wird. Das Kästchen besitzt einen mit Scharnieren befestigten Deckel. Auf diesem ist eine Jagdszene dargestellt, die verschiedene zu jagende Tierarten wie Rehe, Hirsche, Wildschweine, Füchse, Hasen und Wildenten, umzingelt von 4 Jagdhunden, zeigt. Auf vier Seitenwänden sind verschiedene Szenen aus dem friedlichen Leben der Waldtiere: Rotwild, Fuchs, Damwild, und Wildschwein zu sehen. Für die vier schmalen Seitenwände benutzte man das gleiche Motiv: ein Wappen, bestehend aus Eicheln und Eichenblättern, sich kreuzendem Speer und Schwert und einem darüber liegenden Jagdhorn. Die Mitte des Jagdhornes zieren jeweils sich gegenüberliegend zwei Frauen- und zwei Männerköpfe. Wen sie verkörpern, ist nicht bekannt oder erkennbar. Die Reliefumrandungen aller Szenen bestehen aus reichhaltigen Verzierungen in Form von Blüten und Ornamenten. Auf dem 2,5 cm breiten Innenrand des Metallkästchens gravierte man einen Namen mit Titel und eine Jahreszahl ein. Die Inschrift lautet: "W. v. Carstenn B.`s/ml. F. Frhr. v. d. Lancken Wakenitz B`xx" und "18 R 75". "Von der Lancken" ist der Name eines alten rügisch-pommerschen Adelsgeschlechtes.

ObjektartAufbewahrungsbehältnis
MaßeL: 22,0 cm, B: 16,5 cm, H: 11,0 cm
MaterialMetall
Inventarnummer00623
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Museum für Stadtgeschichte Templin CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum für Stadtgeschichte Templin

Das Museum hat seinen Sitz im Prenzlauer Tor, einem der 3 Stadttore der vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage Templins. 1957 eröffnete das Kreisheimatmuseum mit Ausstellungsmodulen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Bodenreform und zur lokalen Arbeiterbewegung. In den folgenden Jahren reichte das Spektrum der Sammeltätigkeit von Alltagsgegenständen, Kleidung und Arbeitsgeräten bis zu volkskundlichen Objekten. Im Jahr 2004 entstand die Idee, das Prenzlauer Tor als Gesamtensemble in seinem historischen Erscheinungsbild wieder sichtbar und damit den kulturhistorisch bedeutsamen Ort des Übergangs, des Austausches und Transits erlebbar zu machen. Im Zuge des Umbaus ab 2010 sind störende Ein- und Umbauten entfernt, das historische Gemäuer freigelegt worden. Neue Stahl-Glas-Elemente im Bereich der alten Torbögen machen heute die Blickachse durch Tor, Zwinger und Vortor wieder sichtbar, den Ort als Durchgang und Übergang wieder erlebbar. Diesem Architekturerlebnis fühlt sich die 2012 eröffnete Dauerausstellung inhaltlich verpflichtet. Die über 800 für die Ausstellung ausgewählten Objekte und die sich harmonisch einfügende Ausstellungsgestaltung belegen die außergewöhnliche Geschichte einer Stadt, ihres Umlandes und ihrer Bewohner.

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