Seitenansicht, Lars Wiedemann CC BY-NC-SA

Beschreibung

Zerstörte Villa Wilke in Guben, 1945 Die letzten acht Kriegswochen im Februar und März 1945, in denen Guben Frontgebiet war, brachten der einstigen blühenden und traditionsreichen Gubener Hutindustrie den wirtschaftlichen Ruin. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren nahezu 90% des historischen Stadtzentrums zerstört. Die Stadt glich einer Trümmerlandschaft. Im westlichen Teil der Stadt waren etwa 20% der Bausubstanz von Zerstörung betroffen, hierunter auch zahlreiche industrielle Anlagen. Das Betriebsgelände und die Produktionsstätten der Firma C. G. Wilke waren zu ca. 45 % zerstört bzw. schwer beschädigt. Dazu gehörten das Mittelgebäude, ein Lagergebäude, Werkstätten und das Verwaltungsgebäude sowie die Privatvilla der Familie Wilke.

ObjektartFoto
Maße16,4 x 12,5 cm
MaterialFotoabzug
Inventarnummer021__IMG_7595
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Stadt- und Industriemuseum Guben CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stadt- und Industriemuseum Guben

Im Rahmen der Innenstadtentwicklung wurde am 8. Juli 2006 das neue Stadt- und Industriemuseum in der Gasstraße 5 am Standort der ehemaligen Hutfabrik Wilke eröffnet. Die Hutherstellung hat in Guben eine weit zurückliegende Tradition. Im Jahre 1864 erfand der Hutmachermeister Carl Gottlob Wilke den witterungsfesten Wollfilzhut - hergestellt aus Schafswolle. Das "Hightech-Produkt" machte Guben zum Ausgangspunkt und bedeutendsten Standort der industriellen Hutherstellung in Deutschland und wohl auch in Europa. Dies spiegelt sich in der neuen Ausstellung wider. Darstellung finden die ebenfalls wichtige Tuch- und Chemiefaserproduktion. "Gubener Tuche, Gubener Hüte, weltbekannt durch ihre Güte" - jahrelanger Werbespruch, der die Bedeutung der Tuch- und Hutindustrie unterstreicht. Mit innovativen Gestaltungsideen und dem Einsatz modernster Medien entstand in wenigen Monaten diese neue und in seiner Gestaltung wohl einzigartige Ausstellung in den ehemaligen Produktionshallen der Hutindustrie. Konzipiert und umgesetzt hat es das Berliner Büro "PEANUTZ AERCHITEKTEN". Auf rund 450 qm wird in bzw. unter 14 Hauben, die Assoziationen zum Hut wecken sollen, in deutscher sowie polnischer Sprache, zur Stadt- und Industriegeschichte informiert. Die Besucher können sich die Informationen nicht nur erlesen, sondern Hutgeschichten hören, kurze Videos u.a. auch zur Hutherstellung ansehen und über Computertechnik, die leicht zu bedienen ist, Fakten zur Stadt- und Industriegeschichte erfahren. Besondere Highlights in der Ausstellung sind die "Virtuelle Hut-Probier-Station" und eine "Echte Hut-Probier-Station". Einige wenige alte Maschinen, die zur Hutherstellung dienten, sind in der Dauerausstellung integriert. Im Sonderausstellungsraum des Museums werden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen insbesondere zur Gubener Geschichte präsentiert und Sonderveranstaltungen durchgeführt. Ein weiteres Museum, das Heimatmuseum "Sprucker Mühle" - einst eine Getreidemühle, welche 1970 stillgelegt und ab 1980 zum Museum um- und ausgebaut wurde- zeigt ebenfalls die Geschichte der Stadt Guben auf.

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