Schloss Sanssouci und Umgebung mit Bildergalerie und Orangerie (Neuen Kammern) von Süden aus der Vogelschau
Beschreibung
Gegenüber Georg Balthasar Probst (1732-1801) und dem um 1750 tätigen Radierer Trosberg ist Johann David Schleuen d. Ä. ein ungleich begabterer Künstler, wesentlich exakter in den Details und versierter in der Perspektivdarstellung. Seine prospekthafte Ansicht von Schloss, Terrassen und Parterre von Sanssouci erscheint auf den ersten Blick korrekt. Doch auch hier schlichen sich Fehler ein. So hat das Schloss jeweils sechs Fensterachsen zu beiden Seiten des Mittelpavillons und nicht fünf, wie auf diesem Bild. Das Orangenhaus wies in den Rücklagen je neun, statt richtigerweise elf Achsen auf, und die Bildergalerie, zu dem Zeitpunkt erst am Beginn ihrer Errichtung, erscheint hier wie eine reduzierte Kopie von Schloss Sanssouci und hat mit dem 1764 fertiggestellten Bau wenig gemein. Schleuen wusste vom Bau, kannte aber die Pläne nicht. Um das Vierpassbecken in der Mitte deutete er zwölf Statuen an, was wiederum stimmt, auch wenn sich deren Aufstellung von 1750 bis 1764 hinziehen sollte. [Thomas Sander] bez.: o. re.: 38; u. Mi.: Prospect des Königl: LustSchlosses und Gartens Sans soucy, bei Potsdam.
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Dieses Objekt im Museum
Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

