Die Friedenskirche
Beschreibung
Die kleinformatige Lithografie ist eine handkolorierte Variante einer im Verlag von Otto Janke (1818–1887) publizierten Grafik des Berliner Künstlers Wilhelm Loeillot (vgl. 80-228-K2a). Das auf braunem Karton mit schwarzen Zierleisten kaschierte Blatt zeigt die Friedenskirche von Osten über den Friedensteich. Linkerhand ist das von einem Turm bekrönte Pfarrhaus zu sehen. Die Datierung des Blattes lässt sich aufgrund der Baugeschichte des Gebäudeensembles rund um die Friedenskirche auf die Jahre zwischen 1848 und 1851 eingrenzen. Letzteres Datum markiert den Baubeginn des Gästehauses „Schloss Marly“, das von den Architekten der Kirche – Ludwig Ferdinand Hesse (1795–1876), Friedrich August Stüler (1800–1865) und Ferdinand von Arnim (1814–1866) – gleichzeitig mit dem Kreuzgang errichtet wurde und die östliche Lücke zwischen Pfarrhaus und Kirche schloss. [Uta Kaiser]
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Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

