Durchlicht, Vorderseite Holger Kupfer CC BY-NC
Auflicht, Vorderseite Holger Kupfer CC BY-NC
Auflicht, Rückseite Holger Kupfer CC BY-NC

Beschreibung

Bei der in der Grisailletechnik ausgeführten Figur mit goldenen Locken und Heiligenschein handelt es sich um den hl. Damian, der in der Tracht eines Arztes dargestellt ist. Dazu gehört das Gewand mit breitem Kragen und das Barett, welches im Spätmittelalter als Kopfbedeckung der gebildeten Stände galt und eine Datierung der Scheibe vor 1500 nicht zulässt. Zusammen mit seinem Bruder, dem hl. Cosmas, wurde er als Patron der Kranken und Ärzte verehrt. Zu seinen Attributen gehören das Salbgefäß mit -spatel sowie die an seinem Gürtel befestigte kleine Arzttasche. Der Heilige steht auf einem Kachelfußboden vor dunkelblauem Hintergrund mit Fiederrankenornament. Die Figur des hl. Damian wurde zeitweise für den hl. Pantaleon gehalten, der zwar auch als Patron der Ärzte galt, aber üblicherweise mit Hinweisen auf sein Martyrium dargestellt wurde. Die Scheibe, die sich im linken Treppenhausfenster im Schloss Branitz befand, schließt am oberen Rand mit Zwickeln ab, die einen Rundbogen formen und Reste eines Astwerkes zeigen.

Objektart Glasgemälde
Maße H x B, 42,7 x 24,9 cm
Material Mundgeblasene durchgefärbte Hüttengläser, Überfangglas (blau) / Grisaille, Schwarzlotzeichnung, brauner Überzug, braune Lavierung, Silbergelb, ausradiertes Hintergrundornament
Inventarnummer EFPiB-1658
Stand der Infomationen 2024-02-10 19:00:24
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Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Das Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz ist eine selbständige öffentlich-rechtliche Stiftung des Landes Brandenburg. Branitz ist das Alterswerk des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau. Auf Initiative der Fürstin Lucie ließ sich das Paar nach dem Verkauf seiner Standesherrschaft Muskau 1845 auf dem Familiengut Branitz nieder. Der vom Fürsten dort ab 1846 angelegte Park gilt als letzter großer Landschaftspark des 19. Jahrhunderts von internationaler Bedeutung. Das Schloss bildet den gestalterischen Mittelpunkt. Es wurde in den Jahren 1770 bis 1772 in spätbarocken Formen errichtet, später von Fürst Pückler umgebaut und beherbergt nun das Fürst-Pückler-Museum samt Dauerausstellung und authentisch eingerichteten fürstlichen Wohn- und Gesellschaftsräumen, darunter die Pückler-Callenberg-Bibliothek mit ihrem historischem Buchbestand. In den Fürstenzimmern im Obergeschoss des Schlosses ist die städtische Sammlung des international bedeutenden Cottbuser Malers Carl Blechen (1798-1840) ausgestellt.

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Glasgemäldesammlung des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau

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