Kunstbox 8/21, Museum Baruther Glashütte, 2021 Emily Karras CC BY-NC-SA
Rotwurst, rot durchgefärbtes Glas, Ausführung Pavel Hasala für Micha Brendel, Glashütte 2021 Emily Karras CC BY-NC-SA
Freudenträne, klares Glas, Ausführung Pavel Hasala für detlef Schweiger, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Flechtwwerk, Kupferdrat, Karina Wendt, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Kryptonit, klares Glas mit gelb akzentuiert, Peter Kuchinke, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Auto-Schildkröte, glasiertes Steingut, Heinrich Weid, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Flaschenmarke, klares Glas, Torsten Rötzsch, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Ohne Worte, klares Glas mit Platinüberzug, Veronika Beckh, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Flaschophon, klares und bunt gefärbtes Glas, Barbara Ebner von Eschenbach, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA
Kunstbox offen, Glashütte 2021 Emily Karras / Selina Zilic CC BY-NC-SA

Beschreibung

Materialsammlung und Multiples – die FlaschenGeist Box Die Kuratoren Micha Brendel und Georg Goes entwickelten die Idee, eine Materialsammlung anzulegen, die die vielfältigen künstlerischen Ideen und heterogenen Umsetzungen zum Thema FlaschenGeist widerspiegeln. Die acht Künstler und Glasmachenden sollten ihre Skizzen und Entwürfe, aber auch bildhafte Assoziationen und Texte zur Verfügung stellen, die, zusammen mit den Texten und Bildern der Ausstellungstafeln, in einer Mappe zusammengefasst wurden. Damit möchte das Projekt auf seinen experimentellen und prozesshaften Ansatz verweisen, in dem weniger ein fertiges Objekt als vielmehr der Weg dorthin im Vordergrund stand. Und oft war der Weg eher ein gewollt steiniger als ein gläserner. Außerdem entwarfen alle Beteiligten Multiples, die sie selbst anfertigten bzw. deren Anfertigungen vom Glasstudio Baruther Glashütte übernommen wurden. Es entstanden folgende Multiples (siehe auch Objektnummer 2100xx): Veronika Beckh: ohne Worte, freigeformtes Glas, geschliffen, platiniert Micha Brendel: RotWurst, freigeformtes Glas Barbara Ebner von Eschenbach: Flaschophon, vor der Lampe geblasen/geformt Peter Kuchinke: Kryptonit, freigeformtes Glas, Uranglas-Färbung Torsten Rötzsch: Flaschenmarken, heiß geprägtes Glas Detlef Schweiger: sieben aufgeblasene freudentränen, freigeformtes Glas Heinrich Weid: Schildkröten_Auto, Keramik, gegossen, geprägt, glasiert Karina Wendt: Flechtwerk, Draht gebogen Die Materialmappe wurde zusammen mit den Multiples in einer holzwollgefüllten Box vereint. Die Auflage beträgt 25 Exemplare und ist zum Preis von 650,- € zu erwerben.

ObjektartKunst
MaßeH: ca. 25 cm, B: ca. 40 cm, T: ca. 25 cm
MaterialHolz, Holzwolle, Stoff, Farbe, Draht, Glas, Keramik, Papier
Inventarnummer210035
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:50
Zum Objekt im Museum Digital
Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der Werkssiedlung Baruther Glashütte, die seit 1716 entstanden ist. Die Museumsgebäude „Neue Hütte“ (Bj. 1861), Dampfschleiferei (Bj. 1894) und „Haus am Hüttenbahnhof“ (Bj. 1875) sind Einzeldenkmale und Teil eines Ensembles aus über 30 Gebäuden, die selbst als Exponate zu werten sind. Das Museum ist Mit-Initiator einer Initiative, die 2023 erfolgreich der manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas den UNESCO-Status des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit verschafft hat und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen zu Themen der Geschichte des Glases und der allgemeinen Kulturgeschichte. In der Neuen Hütte wird die über 3000-jährige Geschichte des Glases sowie die über 300-jährige Betriebsgeschichte der Baruther Glashütte in der Standesherrschaft Solms-Baruth erzählt, die bis 1815 zu Sachsen gehörte. Im 1. OG findet sich eine Darstellung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Glases, die Beschreibung der Blütezeit im 19. Jahrhundert sowie der Anfänge und des Niedergangs bis zur Schließung im Jahr 1980. Auch werden Aspekte des sozialen Lebens des Arbeitermilieus behandelt. Vom Auftaktraum, der historischen Hafenstube, gelangen die Besuchenden in die imposante Ofenhalle. Dort beeindruckt die historische Einrichtung und insbesondere der Siemens-Wannenofen mit 20 Tonnen erkalteten Glases. In der Ofenhalle befindet sich auch ein Glasstudio, das den Gästen einen praktischen Einblick in die uralte Technik der manuellen Glasfertigung gewährt und das Mitmachangebot „selbst Glas blasen“ anbietet. Weitere museumspädagogische Aktionen können gebucht werden. Die Abteilung „Burger-Ausstellung“ widmet sich in der historischen Dampfschleiferei Leben und Werk von Reinhold Burger (1866-1954). Er ist der Erfinder der Thermosflasche (1903) und auch ein Pionier der Röntgentechnologie (Herstellung der ersten Röntgenröhre in Berlin im Jahr 1896). Die Burger-Ausstellung gewährt Einblicke in die Beziehungsgeschichte zwischen Glas und technischem Fortschritt (Vakuumtechnik, Dewar-Gefäße u.v.m.). Das Museum verfügt rund 5000 Objekte, darunter Trink- und andere Gläser von der Antike bis zur heutigen Studioglasbewegung. Einen wesentlichen Bestandteil bilden zudem Werkzeuge der Glasherstellung, insbesondere zur Fertigung von „Großzeug“ und Beleuchtungsglas, was sich auch in der bedeutenden Sammlung von Lampenschirmen widerspiegelt. Darüber hinaus ist die historische Überlieferung der Baruther Glashütte in einem Betriebsarchiv dokumentiert, das Akten aus dem 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der „VEB-Zeit“ enthält. Link für unserer aktuellen Sonderausstellung: https://www.baruther-glashuette.de/museum/sonderausstellungen/ Kontakt: Hüttenweg 20 15837 Baruth/Mark GT Glashütte Tel: 033704-9809-14 Fax: 033704-9809-22 E-Mail: info@museumsdorf-glashuette.de

Zum Museum

Sammlungen

Glaskultur

Zur Sammlung

Flaschengeist - Annäherung an einen metaphorischen Werkstoff

Zur Sammlung