4-teilige Würfelskulptur - Tschechisches Studioglas

4-teilige Würfelskulptur von Ladislav Oliva Senior, 1990, Museum Baruther Glashütte Michelle Klinger CC BY-NC-SA
Objektgruppe, Ausstellung Tschechisches Studioglas 2017, Museum Baruther Glashütte Michelle Klinger CC BY-NC-SA

Beschreibung

Dieses Stück wird zusammen mit dem Objekt VI-CZ-16 zum Thema "Sandstrahlen" und "Formgeblasen" in der Sonderausstellung "Tschechisches Studioglas - Aufbruch in die Gegenwart" (3.10.2017-19.11.2017) gezeigt. Objektübergreifend kommentiert die Kuratorin Dr. Verena Wasmuth: Der Würfel inspirierte Ladislav Oliva Senior zu diesen beiden Arbeiten. Er war einer der ersten Nachkriegsabsolventen der Glasfachschule in Kamenický Šenov. Im Anschluss besuchte er die Glasklasse an der Prager Kunstgewerbehochschule und arbeitete neben seiner Tätigkeit als Fachschuldozent für Glasschnitt als Betriebsgestalter in den unterschiedlichsten Techniken. Das Tellerobjekt formte er oberflächlich mit dem Sandstrahler und arbeitete halbseitig einen getreppten Würfeldekor aus der massiven Glasmasse. Die vier in mehreren Arbeitsgängen formgeschmolzenen Elemente bilden gemeinsam eine Skulptur mit in kubischen Körpern eingelassenen Kugeln, die ganz nach Belieben spielerisch arrangiert werden kann. Die vier formgeschmolzenen Elemente bestehen einmal aus farblosem Glas (I), aus farblosem, braunen und grünen Glas (II) und aus farblosem und braunen Glas (III und IV). Sie besitzen eine Würfelform mit geometrischem Aufbau. Element I, II und III sind einseitig abgesenkt, das IV. besteht aus einer geschliffenen und polierten braunen Glaskugel, die mit farblosem Glas umgossen wurde. Der Hersteller war Ústředí uměleckých řemesel (Zentrum für Kunsthandwerk), Škrdlovice. Die Signatur befindet sich am Bodenrand auf allen vier Würfeln graviert: "Oliva 1990".

ObjektartWürfelskulptur
MaßeH(I; II): 8,5 cm, H(III): 9,3 cm, H(IV): 8,7 cm, Seitenlänge je 8 cm x 8 cm
MaterialGlas, formgeschmolzen, abgesenkt, teils geschliffen, poliert
InventarnummerVI-CZ-17
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA

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Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der Werkssiedlung Baruther Glashütte, die seit 1716 entstanden ist. Die Museumsgebäude „Neue Hütte“ (Bj. 1861), Dampfschleiferei (Bj. 1894) und „Haus am Hüttenbahnhof“ (Bj. 1875) sind Einzeldenkmale und Teil eines Ensembles aus über 30 Gebäuden, die selbst als Exponate zu werten sind. Das Museum ist Mit-Initiator einer Initiative, die 2023 erfolgreich der manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas den UNESCO-Status des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit verschafft hat und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen zu Themen der Geschichte des Glases und der allgemeinen Kulturgeschichte. In der Neuen Hütte wird die über 3000-jährige Geschichte des Glases sowie die über 300-jährige Betriebsgeschichte der Baruther Glashütte in der Standesherrschaft Solms-Baruth erzählt, die bis 1815 zu Sachsen gehörte. Im 1. OG findet sich eine Darstellung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Glases, die Beschreibung der Blütezeit im 19. Jahrhundert sowie der Anfänge und des Niedergangs bis zur Schließung im Jahr 1980. Auch werden Aspekte des sozialen Lebens des Arbeitermilieus behandelt. Vom Auftaktraum, der historischen Hafenstube, gelangen die Besuchenden in die imposante Ofenhalle. Dort beeindruckt die historische Einrichtung und insbesondere der Siemens-Wannenofen mit 20 Tonnen erkalteten Glases. In der Ofenhalle befindet sich auch ein Glasstudio, das den Gästen einen praktischen Einblick in die uralte Technik der manuellen Glasfertigung gewährt und das Mitmachangebot „selbst Glas blasen“ anbietet. Weitere museumspädagogische Aktionen können gebucht werden. Die Abteilung „Burger-Ausstellung“ widmet sich in der historischen Dampfschleiferei Leben und Werk von Reinhold Burger (1866-1954). Er ist der Erfinder der Thermosflasche (1903) und auch ein Pionier der Röntgentechnologie (Herstellung der ersten Röntgenröhre in Berlin im Jahr 1896). Die Burger-Ausstellung gewährt Einblicke in die Beziehungsgeschichte zwischen Glas und technischem Fortschritt (Vakuumtechnik, Dewar-Gefäße u.v.m.). Das Museum verfügt rund 5000 Objekte, darunter Trink- und andere Gläser von der Antike bis zur heutigen Studioglasbewegung. Einen wesentlichen Bestandteil bilden zudem Werkzeuge der Glasherstellung, insbesondere zur Fertigung von „Großzeug“ und Beleuchtungsglas, was sich auch in der bedeutenden Sammlung von Lampenschirmen widerspiegelt. Darüber hinaus ist die historische Überlieferung der Baruther Glashütte in einem Betriebsarchiv dokumentiert, das Akten aus dem 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der „VEB-Zeit“ enthält. Link für unserer aktuellen Sonderausstellung: https://www.baruther-glashuette.de/museum/sonderausstellungen/ Kontakt: Hüttenweg 20 15837 Baruth/Mark GT Glashütte Tel: 033704-9809-14 Fax: 033704-9809-22 E-Mail: info@museumsdorf-glashuette.de

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