Pausenklingel der Schiffswerft Oderberg

Alex Schirmer CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Das an der Alten Oder gelegene Städtchen Oderberg war lange Zeit der Standort für Kahn- und Schiffbau in der Region. Werften, Sägewerke samt Holzablagen und Handwerksbetriebe wie zum Beispiel Seilereien, aber auch die Fischerei prägten den Ort. Diese Pausenklingel ertönte lange Jahre im 1952 gegründeten Volkseigenen Betrieb VEB Schiffswerft Oderberg. Die Geschichte der Werft kann bis 1880 zurückverfolgt werden. Lange führte die Familie Vogel, die weitere Schiffbaubetriebe im Ort besaß, die Geschäfte. Auf einer der Werften läuft 1928 der erste Groß-Finow-Maßkahn mit einer Tragfähigkeit von 300 Tonnen vom Stapel. 1945 werden die seit 1941 zu den Speerwerften gehöhrenden Betriebe enteignet und bleiben sieben Jahre Teil der Sowjetischen Oder-Aktiengesellschaft (SOAG). Zwischen 1952 und 1963 werden 62 Stahlkutter und 12 Motorgüterschiffe der Baureihe Oderberg produziert. Später spezialisiert sich der Betrieb auf die Fertigung von Lukenabdeckungen für Hochsee-Containerschiffe, wird 1992 von der Treuhand privatisiert, konzentriert sich auf Stahlbau und wird nach mehreren Insolvenzen 2015 endgültig geschlossen.

Objektart Klingel
Material Metall, Kunststoff, elektrische und elektronische Komponenten
Inventarnummer VI 814
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Binnenschifffahrts-Museum Oderberg CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Binnenschifffahrts-Museum Oderberg

Die durch Oderberg führende Handelsstraße, die Oder als bedeutender Wasserweg sowie die Vergabe des Niederlagsrechts im 13. Jh. bildeten die Grundlage regen Handels in der Region, von dem auch das Handwerk in großem Maße profitierte. In der Neuzeit bildeten Fischerei, Holzindustrie und Schiffbau neben dem Handwerk die Grundlage der Oderberger Wirtschaft, wobei der Schiffbau in der zweiten Hälfte des 19. Jh. besonders prosperierte. Das ursprünglich 1954 als Heimatstube gegründete Museum berichtet auf drei Etagen in themenbezogenen Ausstellungsräumen über die wechselvolle Geschichte Oderbergs, wobei der Schwerpunkt inzwischen auf der Binnenschifffahrt im Odergebiet liegt. Die technische Entwicklung der Schiffe des Oderraumes und ihre Besonderheiten werden an Hand von Modellen, Abbildungen und Dokumenten dargestellt. Seit 1979 liegt der 1897 gebaute Seitenraddampfer RIESA an der Alten Oder im Museumspark. Die in 2012 beginnenden Umstrukturierungs- und Baumassnahmen haben zum Ziel, die Schwerpunkte Leben an, auf und mit dem Fluss stärker zu thematisieren.

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