Kalligraphie und Randzeichnung zu einem Vers aus dem Gedicht: Tage der Rosen

Pfauder, Wolfgang (2021) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Mit einem Rahmen aus blätterlosen Rosenstielen und einem prachtvollen Bouquet von weißen, gelben, rosafarbenen und roten Rosenblüten illustrierte Marie Remy den Vers „Das ist die Schöne, die blühende Zeit, / Das sind die Tage der Rosen!“. Der Text entstand in Anlehnung an zwei Zeilen aus Otto Roquettes „Waldmeisters Brautfahrt. Ein Rhein-, Wein- und Wandermärchen“, das 1851 erschien und außerordentlich erfolgreich war. Roquette hielt sich in den 1850er Jahren mehrmals in Berlin auf. Es ist nicht auszuschließen, dass Marie Remy ihn persönlich kannte. Der kalligraphierte Vers beginnt mit einer kunstvoll ausgebildeten Initiale, die an Vorbilder aus der mittelalterlichen Buchmalerei denken lässt. Marie Remy war Blumen-, Früchte- und Stilllebenmalerin. Sie erhielt Unterricht von ihrem Vater, dem Historienmaler und Professor der Akademie der Künste Berlin August Remy. Später lernte sie bei dem Maler Hermann Anton Stilke und dessen Frau, der Blumen- und Arabeskenmalerin Hermine Stilke. Außerdem bildete sie sich bei Theude Grönlands weiter, einem deutsch-dänischen Blumen-, Stillleben- und Dekorationsmaler. 1867 gehörte Marie Remy zu den Mitbegründerinnen des Vereins der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreunde. Sie veröffentlichte mehrere illustrierte Bücher und Malvorlagen. In den Sammlungen der SPSG sind zwei weitere Aquarelle der Marie Remy – ähnlich komponierte Blätter mit Versen, Blumen und Früchten aus den Jahren 1856 und 1857 – erhalten [GK II (5) 2611, GK II (5) 2612]. Evelyn Zimmermann Aus dem Besitz Friedrich Wilhelms IV. und der Königin Elisabeth von Preußen, K 46 Alb. 72 Nr. 29 Signiert u. r.: Marie Remy 1857

Objektart Kalligraphie und Randzeichnung
Maße Darstellung: Höhe: 22.30 cm Breite: 28.10 cm
Material Papier, Wasserfarbe, Deckfarbe, Tusche
Inventarnummer GK II (5) 2610
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
Druckversion (pdf) Herunterladen
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

Zum Museum

Sammlungen

Graphische Sammlung

Zur Sammlung