Mühlenwerke Brandenburg (Havel) Weizenmehl

CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Der rechteckige Mehlsackanhänger ist zweifarbig gestaltet. Der obere Teil nimmt fast dreiviertel des Raumes ein und hat einen gelblichen Hintergrund. Mit schwarzer Schrift ist die Mehlart „Weizenmehl“ vermerkt. Deutlich größer gestaltet ist die Benennung mit „Type 630“. Es folgen noch weitere Angaben wie „hergetsellt (!) unter Beimischung von kleberreichem Weizen“ und „Edelstein“. Ein Feld für die Mahlpost ist freigehalten. Das untere Viertel hat einen roten Hintergrund und nennt mit „A. Tiede Mühlenwerke Brandenburg (Havel)“ den Produktionsort. Die Aufhängung ist mit Metall verstärkt. Auf der Rückseite sind noch Zahlenfolgen mit Bleistift notiert. Die Mühlenwerke Brandenburg von August Tiede gehen zurück auf die mittelalterlichen Mühlenstandorte in der Brandenburger Altstadt. 1845 erwarb er die Burgmühle, die seine Nachfahren durch die Erweiterungen zu den "Vereinigte Brandenburger Mühlenwerke" als Industriemühle ausbauten. Es folgten Modernisierungen der Technik, Erweiterungsinvestitionen, Brände und Wiederaufbau wechselten sich ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie Tiede enteignet und 1952 entstand der VEB Brandenburger Mühlenwerk, das sich 1978 mit der ehem. Heidrichschen Mühlen vereinigte. 1993 endete die Produktion. Anschließend wurde die Gebäude zu Wohnungen umgebaut und die Mühlengerinne zugeschüttet.

Objektart Mehlsackanhänger
Maße 8,00 x 6,00 cm
Material Pappe
Inventarnummer 5 SAH/O 001
Stand der Infomationen 2024-07-02 11:06:49
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Historische Mühle von Sanssouci CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Historische Mühle von Sanssouci

Historische Mühle von Sanssouci und Mühlen-Archiv Die Historische Mühle von Sanssouci ist ein produzierendes technisches Museum und gehört zur UNESCO-Welterbestätte der Schlösser und Parks von Potsdam. Der Windmühlenstandort geht bis auf das Jahr 1738 zurück, als eine erste Mühle in Betrieb genommen wurde. Sie diente, wie die ihr nachfolgende, zwischen 1787-91 gebaute Galerieholländerwindmühle als Getreidemühle. Der Mahlbetrieb endete 1858 und bereits 1861 wurde die Mühle zum Denkmal erklärt. Die Holländerwindmühle brannte in den letzten Kriegstagen 1945 aus und wurde zwischen 1983-93 mit dem Ziel einer musealen Nutzung neu errichtet. In den unteren Böden im gemauerten Turm der Windmühle befindet sich die Dauerausstellung, die sich u. a. mit der Geschichte der Windmühlen im 18. und 19. Jahrhundert und der Geschichte der Historischen Mühle beschäftigt. Die Böden im darüber liegenden hölzernen Achtkant dienen der Getreideverarbeitung mittels Mühlentechnik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Historische Mühle wird gemeinsam mit dem Mühlen-Archiv von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. betrieben. Das Mühlen-Archiv pflegt das in den 1990er Jahren entstandene Standortverzeichnis aller vorhandenen Mühlenstandorte Berlin-Brandenburgs und darüber hinaus. Es bewahrt Bildmaterial, Schriftgut und Objekte zu allen mühlenbezogenen Themen.

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Typologisierung des Mehls nach der Ascheskala von Karl Mohs

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