Fernsehgerät "Alex", Vorderansicht, Leihgabe Museum Utopi und Alltag, Eisenhüttenstadt Selina Zilic CC BY-NC-SA
Fernseher "Alex", Seitenansicht, Museum Utopie und Alltag Selina Zilic CC BY-NC-SA
Fernseher "Alex", Draufsicht, Museum Utopie und Alltag Eisenhüttenstadt Selina Zilic CC BY-NC-SA

Beschreibung

Fernsehgeräte "FS-Alex", VEB Stern Radio Berlin, um 1960. Der "Alex" besticht durch sein die Form der Bildröhre abbildendes Gehäuse und gilt als Beispiel herausragender Produktgestaltung in der DDR - und ist insofern ein "stolzes Beispiel" der Produktkultur der DDR und machte mutmaßlich seine Besitzenden stolz. Der "versilberte" Rahmen weist Gebraes Museum Utopie unuchsspuren auf (abgeplatzte Farbe). Das Fernsehgerät ist eine Leihgabe des Museum Utopie und Alltag, Alltagskultur und Kunst der DDR, Standort Eisenhüttenstadt, Erich-Weinert-Allee 3, 15860 Eisenhüttenstadt für die Glashütter Sonderausstellung "Macht der Gefühle". Objektgruppentext in der Austellung "Mächtige Gefühle", 2022: LanG-Stolz – «Schillernder Gegenstand» Stolz oszilliert zwischen gesundem Selbstbewusstsein und Eitelkeit sowie Hochmut. Die Welt der Glasarbeiter und ihr Stolz auf ihre handwerklichen Fähigkeiten scheinen durch in Fotos von Beschäftigten, die sich als «Veteranen der Arbeit» feiern (lassen) oder sich selbstbewusst mit den von ihnen gefertigten Produkten präsentieren. Wir als Museum sind stolz auf die Urkunde, dass diese handwerkliche Fähigkeit heute als «Immaterielles Kulturerbe» anerkannt ist. Der Staat, Parteien und Massen- Organisation wollten den Stolz der Bevölkerung erhöhen, indem sie Urkunden für hohe Leistungen in Arbeit und Sport vergaben. Mit «Rheinwein» gefüllte historistische Gläser mit langem Stiel vermitteln Nationalstolz. Produkt- und Erfinderstolz assoziieren sich mit dem technisch aufwendigen «Superfest-Glas» aus DDR-Produktion. Wappengläser transportieren Adels- oder Bürgerstolz. Eitelkeit und (Männer-)Stolz mögen sich in der fetischhaften Auto-Flasche verbergen (Haupthaus des Museums). 1 Adelsglas, um 1830*; 2 Rheinweinglas, um 1890; 3 Urkunde Kulturerbe Glas; 4 Superfestgläser, VEB Schwepnitz, um 1988; 5 Foto Veteranen der Arbeit, …; 6 Urkunde Brigade der Arbeit, …; 7«FS-Alex»-Fernseher, VEB Stern Radio Berlin, Leihgabe Museum Utopie und Alltag, Eisenhüttenstadt; *Sammlung Stockmann

ObjektartElektrogerät
Maßenoch nachtragen
MaterialGlass, Blech, Pappe, Kunststoff, Holz, Farbe
InventarnummerMUAEH-LG-1
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
Zum Objekt im Museum Digital
Druckversion (pdf)Herunterladen
Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der Werkssiedlung Baruther Glashütte, die seit 1716 entstanden ist. Die Museumsgebäude „Neue Hütte“ (Bj. 1861), Dampfschleiferei (Bj. 1894) und „Haus am Hüttenbahnhof“ (Bj. 1875) sind Einzeldenkmale und Teil eines Ensembles aus über 30 Gebäuden, die selbst als Exponate zu werten sind. Das Museum ist Mit-Initiator einer Initiative, die 2023 erfolgreich der manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas den UNESCO-Status des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit verschafft hat und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen zu Themen der Geschichte des Glases und der allgemeinen Kulturgeschichte. In der Neuen Hütte wird die über 3000-jährige Geschichte des Glases sowie die über 300-jährige Betriebsgeschichte der Baruther Glashütte in der Standesherrschaft Solms-Baruth erzählt, die bis 1815 zu Sachsen gehörte. Im 1. OG findet sich eine Darstellung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Glases, die Beschreibung der Blütezeit im 19. Jahrhundert sowie der Anfänge und des Niedergangs bis zur Schließung im Jahr 1980. Auch werden Aspekte des sozialen Lebens des Arbeitermilieus behandelt. Vom Auftaktraum, der historischen Hafenstube, gelangen die Besuchenden in die imposante Ofenhalle. Dort beeindruckt die historische Einrichtung und insbesondere der Siemens-Wannenofen mit 20 Tonnen erkalteten Glases. In der Ofenhalle befindet sich auch ein Glasstudio, das den Gästen einen praktischen Einblick in die uralte Technik der manuellen Glasfertigung gewährt und das Mitmachangebot „selbst Glas blasen“ anbietet. Weitere museumspädagogische Aktionen können gebucht werden. Die Abteilung „Burger-Ausstellung“ widmet sich in der historischen Dampfschleiferei Leben und Werk von Reinhold Burger (1866-1954). Er ist der Erfinder der Thermosflasche (1903) und auch ein Pionier der Röntgentechnologie (Herstellung der ersten Röntgenröhre in Berlin im Jahr 1896). Die Burger-Ausstellung gewährt Einblicke in die Beziehungsgeschichte zwischen Glas und technischem Fortschritt (Vakuumtechnik, Dewar-Gefäße u.v.m.). Das Museum verfügt rund 5000 Objekte, darunter Trink- und andere Gläser von der Antike bis zur heutigen Studioglasbewegung. Einen wesentlichen Bestandteil bilden zudem Werkzeuge der Glasherstellung, insbesondere zur Fertigung von „Großzeug“ und Beleuchtungsglas, was sich auch in der bedeutenden Sammlung von Lampenschirmen widerspiegelt. Darüber hinaus ist die historische Überlieferung der Baruther Glashütte in einem Betriebsarchiv dokumentiert, das Akten aus dem 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der „VEB-Zeit“ enthält. Link für unserer aktuellen Sonderausstellung: https://www.baruther-glashuette.de/museum/sonderausstellungen/ Kontakt: Hüttenweg 20 15837 Baruth/Mark GT Glashütte Tel: 033704-9809-14 Fax: 033704-9809-22 E-Mail: info@museumsdorf-glashuette.de

Zum Museum

Sammlungen

Macht-der-Gefühle

Zur Sammlung

Serien

Emotion "Stolz"

Emotion "Stolz"