Lederjacke von Rudi Dutschke

Lederjacke von Rudi Dutschke, um 1965, Leihgabe HeimatMuseum Luckenwalde Georg Goes CC BY-NC-SA
Lederjacke von Rudi Dutschke, um 1965, Leihgabe HeimatMuseum Luckenwalde Georg Goes CC BY-NC-SA

Beschreibung

Lederjakce, braunes Leder, Gebrauchsspuren, Bund und Ärmel aus roter gestrickter Wolle. Zwei Ledertaschen auf Vorderseite aufgenäht. Innenfutter "Schottenkaro". Das Objekt wurde ausgeliehen für die Sonderausstellung "Macht der Gefühle" und wird der Emotion "Empörung" zugeordnet. Objektgruppentext in der Austellung "Mächtige Gefühle", 2022: Empörung – «Affektive Erregung» Die Deutschen empörten sich über das «Diktat des Versailler Vertrages» und einen vermeintlichen «Dolchstoß», der die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg begründet habe – eine Belastung für die Weimarer Demokratie. Die «68er» empörten sich über konservative Strukturen in Westdeutschland. Rudi Dutschke aus Schönefeld bei Luckenwalde – wir zeigen seine Lederjacke – war eine Zentralfigur der Studentenbewegung. Politische Ängste vor Zukunftslosigkeit und unkontrollierter politischer Herrschaft mögen in Dokumenten aus der Stadt Baruth/Mark aus dem Jahr 1989 zu erkennen sein. Als bekannt wurde, dass die Kommunalwahl massiv gefälscht worden war, war die Entrüstung groß. Auch Umweltfrevel, wie er in Stanislaw Hryns Skulptur zum Ausdruck kommen mag, erzeugte Empörung. Im Jahr 2022 empörten sich viele Demonstrierende über die «Corona-Maßnahmen» und eine diskutierte «Impfpflicht»  Hoffnung. 1 Quellenkopien zur 1989er-Kommunalwahl in der DDR, Baruth, Kreisarchiv Luckenwalde; 2 «Versuchsgelände», Skulptur, Stanislaw Hryn, Leihgabe; 3 Jacke von Rudi Dutschke, um 1966, Leihgabe Heimat Museum Luckenwalde

Objektart Lederjacke
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Material Leder, Metall, Wolle
Inventarnummer HMLuckenwaldeLG1
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der Werkssiedlung Baruther Glashütte, die seit 1716 entstanden ist. Die Museumsgebäude „Neue Hütte“ (Bj. 1861), Dampfschleiferei (Bj. 1894) und „Haus am Hüttenbahnhof“ (Bj. 1875) sind Einzeldenkmale und Teil eines Ensembles aus über 30 Gebäuden, die selbst als Exponate zu werten sind. Im Museum in der Neuen Hütte wird die über 3000jährige Geschichte des Glases und die 300jährige Betriebsgeschichte der Baruther Glashütte (bis 1815 sächsisch) erzählt. Im 1. OG findet sich eine Darstellung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Glases, die Beschreibung der Blütezeit im 19. Jahrhundert sowie der Anfänge und des Niedergangs bis zur Schließung im Jahr 1980. Auch werden Aspekte des sozialen Lebens des Arbeitermilieus behandelt. Vom Auftaktraum, der historischen Hafenstube, gelangen die Besuchenden in die imposante Ofenhalle. Dort beeindruckt die historische Einrichtung und insbesondere der Siemens-Wannenofen mit 20 Tonnen erkalteten Glases. In der Ofenhalle findet sich auch ein Glasstudio, das den Gästen einen praktischen Einblick in die uralte Technik der manuellen Glasfertigung gewährt. Eine Glasmacherin arbeitet an einem modernen elektrisch befeuerten Studioofen. Neben dem Mitmachangebot „selbst Glas blasen“ finden sich im Museum in der Neuen Hütte auch verschiedene hands-on-Stationen, Filme und der Parcours einer Museumsrallye. Die Abteilung „Burger-Ausstellung“ widmet sich in der historischen Dampfschleiferei Leben und Werk von Reinhold Burger (1866-1954). Der gebürtige Glashütter ist der Erfinder der Thermosflasche und auch ein Pionier der Röntgentechnologie. Die „Burger-Ausstellung“ gewährt somit Einblicke in die Beziehungsgeschichte zwischen Glas und technischem Fortschritt und hat mit einer Vakuumpumpe vor dem historischen Aggregat auch eine museumspädagogische Versuchsstation. Das Museum Baruther Glashütte zeigt regelmäßig Sonderausstellung zu Themen der Geschichte des Glases und der allgemeinen Kulturgeschichte. Das Museum ist Mit-Initiator einer Initiative, die erfolgreich der manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas den Unesco-Status des Immateriellen Kulturerbes verschafft hat. Das Museum verfügt über eine Sammlung zur Sozial-, Technik- und Kunstgeschichte des Glases. Trink- und andere Gläser von der Antike bis zur heutigen Studioglasbewegung bilden einen Teil der etwa 5000 Objekte umfassenden Sammlung. Wesentlicher Bestandteil der Sammlung sind Werkzeuge der Glasherstellung, insbesondere solche zur Fertigung von „Großzeug“ und Beleuchtungsglas. Entsprechend gewichtig ist auch die Sammlung von Lampenschirmen. Weiterhin verwahrt das Museum einen Bestand von Briefbeschwerern und von Jasper-Ware. Die historische Überlieferung der Baruther Glashütte findet sich auch dokumentiert in einem Betriebsarchiv das ca. 50 laufende Meter umfasst mit Akten vom 19. Jahrhundert und einem Schwerpunkt der „VEB-Zeit“. Link für die Online-Ausstellug unserer aktuellen Sonderausstellung: https://ex.musdig.org/Werksiedlungen

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