Michael Lüder CC BY-NC-SA
Michael Lüder CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das Konvolut besteht aus vier zylindrischen Gewichtssteinen aus Gusseisen mit Knopfgriff und unterschiedlichen Gewichtsangaben. Sie stammen aus dem Bestand der Wassermühle Vogel in Beelitz. Gewicht 1: mit Prägung „0,5 kg“ Gewicht 2: mit Prägung „1 K.“ Gewicht 3: mit Prägung „2 ZPf“ Gewicht 4: mit Prägung „10 ZPf“ Die Gewichte sind stark korrodiert. Gewicht 2 verfügt über ein nicht mehr lesbares Eichzeichen in Form eines Schlagstempels, bei Gewicht 4 fehlt der Eichstempel an der vorgesehenen Stelle. Die Eichzeichen bestätigten die regelmäßig durchgeführte Überprüfung der Gewichte und gaben diese für die öffentliche Nutzung frei. Die Kürzel "K." bei Gewicht 2 bezieht sich auf Kilogramm, die Kürzel "ZPf." bei den Gewichten 3 und 4 auf das 1854 vom Deutschen Zollverein eingeführte und mit 500 Gramm festgelegte "Zollpfund".

Objektart Gewicht
Maße Gewicht 1: 7,6 x 4,5 cm; Gewicht 2: 9,7 x 5,6 cm; Gewicht 3: 8,7 x 5,5 cm; Gewicht 4: 15,0 x 9,5 cm
Material Gusseisen, korrodiert
Inventarnummer WM009
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Alte Posthalterei - Museum Beelitz CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Alte Posthalterei

Die "Alte Posthalterei" in Beelitz ist ein besonders geschichtsträchtiger Ort. Sie wurde 1789 vom damaligen Bürgermeister Gottlieb Ferdinand Kaehne errichtet und ist der einzige noch derart gut erhaltene preußische Postbau aus Postkutschenzeiten. Die derzeitige Ausstellung vermittelt den Besuchern einen authentischen Blick hinter die Kulissen des preußischen Postwesens vor zweieinhalb Jahrhunderten. Zum einen werden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen anhand von historischen Karten, Fahrscheinen und weiteren Belegen veranschaulicht, zum anderen kann man das Reisen mit der Postkutsche mittels von Erlebnisberichten nachvollziehen. Die Exponate vermitteln einen sinnlichen Eindruck vom Dienstalltag, der durch akustische Momentaufnahmen eine reizvolle Ergänzung erfährt. Der Potsdamer Restaurator Ulrich Kobelius hat die historischen Wandmalereien freigelegt und aufgearbeitet. Das Torhaus sieht jetzt wieder aus wie anno 1830: Vasen und Zöpfe zieren die Wände, über den Türen prangt der Preußen-Adler und weist den Weg in Passagierstube und Expedition. Das Obergeschoss des Gebäudes steht dem interessierten Besucher ebenfalls offen, denn obwohl es nicht Teil des Museums ist, sind die Räumlichkeiten ebenfalls Teil der Geschichte der Posthalterei. Auch hier wurden historische Wandmalereien entdeckt und aufgearbeitet: Potsdamer Parklandschaften, Ende des 19. Jahrhunderts gemalt, zieren den Goethesaal, das Vorzimmer und das ehemalige Wohnzimmer des Postmeisters.

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