Michael Lüder CC BY-NC-SA
Michael Lüder CC BY-NC-SA

Beschreibung

Getreideprober dienen der Messung der Schüttdichte des Getreides. Mit Hilfe des Gerätes kann festgestellt werden, wie hoch die Masse einer jeweiligen Getreide-Charge in einem festgelegten Volumen ist. Die Schüttdichte ist für die jeweilige Getreidesorte verschieden und hängt u.a. von der Korngröße, ihrer Form und des Feuchtigkeitsgehaltes ab. Sie variiert dementsprechend je nach Erntebedingungen. Die Schüttdichte des Getreides wurde bereits im Mittelalter errechnet. Die Kornwaagen sind als entsprechende Geräte seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Die Ermittlung des Wertes ist beispielsweise nötig, um erforderlichen Platz im Lagerraum zu ermitteln. Bei dem Getreideprober aus dem Bestand der Wassermühle Vogel in Beelitz handelt es sich um einen Prober Bauart 1938. Der Koffer, der als Grundplatte zum Aufstellen der Waage diente, ist innen beschädigt. Es fehlt zudem der Präzisionsgewichtssatz der Waage. Vorhanden sind Hohlmaß mit Vorlaufkörper und Gegengewichtschale, Füllzylinder und Schüttgefäß, Abstreichmesser und die Präzisionswaage.

Objektart Waage (Meßinstrument)
Maße Koffer: 11,5 x 28,6 x 11,7 cm
Material Messing, Holz, Eisen
Inventarnummer WM010
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Alte Posthalterei - Museum Beelitz CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Alte Posthalterei

Die "Alte Posthalterei" in Beelitz ist ein besonders geschichtsträchtiger Ort. Sie wurde 1789 vom damaligen Bürgermeister Gottlieb Ferdinand Kaehne errichtet und ist der einzige noch derart gut erhaltene preußische Postbau aus Postkutschenzeiten. Die derzeitige Ausstellung vermittelt den Besuchern einen authentischen Blick hinter die Kulissen des preußischen Postwesens vor zweieinhalb Jahrhunderten. Zum einen werden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen anhand von historischen Karten, Fahrscheinen und weiteren Belegen veranschaulicht, zum anderen kann man das Reisen mit der Postkutsche mittels von Erlebnisberichten nachvollziehen. Die Exponate vermitteln einen sinnlichen Eindruck vom Dienstalltag, der durch akustische Momentaufnahmen eine reizvolle Ergänzung erfährt. Der Potsdamer Restaurator Ulrich Kobelius hat die historischen Wandmalereien freigelegt und aufgearbeitet. Das Torhaus sieht jetzt wieder aus wie anno 1830: Vasen und Zöpfe zieren die Wände, über den Türen prangt der Preußen-Adler und weist den Weg in Passagierstube und Expedition. Das Obergeschoss des Gebäudes steht dem interessierten Besucher ebenfalls offen, denn obwohl es nicht Teil des Museums ist, sind die Räumlichkeiten ebenfalls Teil der Geschichte der Posthalterei. Auch hier wurden historische Wandmalereien entdeckt und aufgearbeitet: Potsdamer Parklandschaften, Ende des 19. Jahrhunderts gemalt, zieren den Goethesaal, das Vorzimmer und das ehemalige Wohnzimmer des Postmeisters.

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