Meisterbrief von Erwin Standke, gerahmt

Michael Lüder CC BY-NC-SA

Beschreibung

Meisterbriefe bestätigen urkundlich die Befähigung einer Handwerkerin oder eines Handwerkers, den eingetragenen Beruf als Meister ausüben und einen Meisterbetrieb führen zu dürfen. Der Brief wird nach einer bestandenen Meisterprüfung ausgehändigt. Der Ursprung der Meisterprüfung und die Abstufung der Handwerker in Lehrlinge, Gesellen und Meister hängen mit der Geschichte der mittelalterlichen Zünfte zusammen. Die Fertigung eines Meisterstückes unter der Aufsicht von Handwerksmeistern der jeweiligen Zunft war eine der Voraussetzungen, um in den Stand der Meister aufgenommen zu werden. Dies war gleichzeitig mit einem sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg verbunden. Der Müller Erwin Standke, der in der Zeit von 1959 bis 1974 Besitzer und Betreiber der Wassermühle Vogel in Beelitz war, bestand seine Meisterprüfung am 17. November 1950.

Objektart Meisterbrief
Maße 48,7 x 60,0 x 3,7 cm
Material Papier, Pappe, Holz, Glas, Metall
Inventarnummer WM011
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Alte Posthalterei - Museum Beelitz CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Alte Posthalterei

Die "Alte Posthalterei" in Beelitz ist ein besonders geschichtsträchtiger Ort. Sie wurde 1789 vom damaligen Bürgermeister Gottlieb Ferdinand Kaehne errichtet und ist der einzige noch derart gut erhaltene preußische Postbau aus Postkutschenzeiten. Die derzeitige Ausstellung vermittelt den Besuchern einen authentischen Blick hinter die Kulissen des preußischen Postwesens vor zweieinhalb Jahrhunderten. Zum einen werden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen anhand von historischen Karten, Fahrscheinen und weiteren Belegen veranschaulicht, zum anderen kann man das Reisen mit der Postkutsche mittels von Erlebnisberichten nachvollziehen. Die Exponate vermitteln einen sinnlichen Eindruck vom Dienstalltag, der durch akustische Momentaufnahmen eine reizvolle Ergänzung erfährt. Der Potsdamer Restaurator Ulrich Kobelius hat die historischen Wandmalereien freigelegt und aufgearbeitet. Das Torhaus sieht jetzt wieder aus wie anno 1830: Vasen und Zöpfe zieren die Wände, über den Türen prangt der Preußen-Adler und weist den Weg in Passagierstube und Expedition. Das Obergeschoss des Gebäudes steht dem interessierten Besucher ebenfalls offen, denn obwohl es nicht Teil des Museums ist, sind die Räumlichkeiten ebenfalls Teil der Geschichte der Posthalterei. Auch hier wurden historische Wandmalereien entdeckt und aufgearbeitet: Potsdamer Parklandschaften, Ende des 19. Jahrhunderts gemalt, zieren den Goethesaal, das Vorzimmer und das ehemalige Wohnzimmer des Postmeisters.

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