Gerahmte Traueranzeige (Emilie Röhrborn)

Michael Lüder CC BY-NC-SA
Michael Lüder CC BY-NC-SA

Beschreibung

Die Traueranzeige stammt aus dem Privatbesitz der Familie Vogel, die bereits 1695 als Besitzerin der Wassermühle in Beelitz erwähnt wird. Es handelt sich dabei um eine ausgeschnittene Zeitungsanzeige, die zusammen mit einem Gedicht unter Glas eingerahmt wurde. Emilie Röhrborn wurde am 13. Dezember 1855 in Leest bei Potsdam als Auguste Emilie Fischer geboren. Sie war die Ehefrau des Mühlenbesitzers August Tobias Vogel. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Wilhelm Adolf Ernst Vogel, geboren am 10. April 1883 und Wilhelm Karl Paul Vogel, geboren am 30. Oktober 1884. Als ihr Ehemann, knapp vierzigjährig, im April 1890 verstorben war, blieb Emilie alleine mit zwei minderjährigen Kindern als Verwalterin der Wassermühle und des Grundbesitzes. Im Jahr 1891 heiratete sie den aus Bardenitz stammenden Müller Otto Röhrborn, mit dem sie später zwei Kinder – Otto und Margarethe – hatte. In dieser Zeit musste Emilie Teile des Besitzes veräußern. Grund dafür waren die hohen Anwaltskosten in Verbindung mit den Auseinandersetzungen mit dem Nutheschauverband, dem 1883 gegründeten Kontrollorgan zur Unterhaltung und Sicherstellung des geregelten Grundwasserabflusses im Zuflussgebiet der Nuthe. 1901 ließ sie sich von ihrem zweiten Ehemann scheiden. Im Jahr 1921 übernahm der Sohn Ernst Vogel den Betrieb der Wassermühle und Emilie lebte als Altsitzerin bis zu ihrem Tod am 31. Januar 1936 mit seiner Familie zusammen. Vorderseite: Traueranzeige „Emilie Röhrborn“, gerahmt Rückseite: gedrucktes Gedicht mit Foto / Autor unbekannt

Objektart Anzeige (Medien)
Maße 14,5 x 9,1 x 0,6 cm
Material Papier, Glas, Kunstleder
Inventarnummer WM012
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Alte Posthalterei - Museum Beelitz CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Alte Posthalterei

Die "Alte Posthalterei" in Beelitz ist ein besonders geschichtsträchtiger Ort. Sie wurde 1789 vom damaligen Bürgermeister Gottlieb Ferdinand Kaehne errichtet und ist der einzige noch derart gut erhaltene preußische Postbau aus Postkutschenzeiten. Die derzeitige Ausstellung vermittelt den Besuchern einen authentischen Blick hinter die Kulissen des preußischen Postwesens vor zweieinhalb Jahrhunderten. Zum einen werden die verwaltungstechnischen Voraussetzungen anhand von historischen Karten, Fahrscheinen und weiteren Belegen veranschaulicht, zum anderen kann man das Reisen mit der Postkutsche mittels von Erlebnisberichten nachvollziehen. Die Exponate vermitteln einen sinnlichen Eindruck vom Dienstalltag, der durch akustische Momentaufnahmen eine reizvolle Ergänzung erfährt. Der Potsdamer Restaurator Ulrich Kobelius hat die historischen Wandmalereien freigelegt und aufgearbeitet. Das Torhaus sieht jetzt wieder aus wie anno 1830: Vasen und Zöpfe zieren die Wände, über den Türen prangt der Preußen-Adler und weist den Weg in Passagierstube und Expedition. Das Obergeschoss des Gebäudes steht dem interessierten Besucher ebenfalls offen, denn obwohl es nicht Teil des Museums ist, sind die Räumlichkeiten ebenfalls Teil der Geschichte der Posthalterei. Auch hier wurden historische Wandmalereien entdeckt und aufgearbeitet: Potsdamer Parklandschaften, Ende des 19. Jahrhunderts gemalt, zieren den Goethesaal, das Vorzimmer und das ehemalige Wohnzimmer des Postmeisters.

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