Arabeske mit dem Monogramm der Königin Elisabeth von Preußen und einer Ansicht von Tegernsee

Pfauder, Wolfgang (2021) CC BY-NC-SA

Beschreibung

Arabeske Komposition mit dem Monogramm der Königin Elisabeth von Preußen, das aus dem gekrönten Anfangsbuchstaben „E“ gebildet wird. Die Initiale in Gold erinnert an die Gestaltung reich illuminierter Handschriften und Inkunabeln des Mittelalters. In den symmetrisch angelegten Randzeichnungen zu beiden Seiten entwickeln sich aus Wurzelstöcken schlanke Baumstämme, deren Astwerk über dem Monogramm zu einem Geflecht zusammenwächst. Im oberen Bildteil rahmen die Baumkronen eine Ansicht des Tegernsees in Bayern mit dem herzoglichen Schloss und dem umgebenden Gebirgspanorama. Bäuerliche Figuren in Tegernseer Tracht beleben die Szenerie. Die Wahl des Landschaftsmotivs nimmt wie das Monogramm eindeutig Bezug zur Adressatin oder Auftraggeberin dieser Arbeit. Als Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach erlebte die spätere preußische Königin Elisabeth im Tegernseer Schloss einen Teil ihrer Kindheit. Auch später blieb sie ihrer bayerischen Heimat eng verbunden, die sie bei Besuchen fast jedes Jahr wiedersah. Das im Verzeichnis der Aquarellsammlung als „Titelblatt“ aufgeführte Werk gehört zu zwei weiteren Blättern der Künstlerin mit Randzeichnungen zu Gedichttexten [SPSG, GK II (5) 3244, 3245]. Die Erwerbungsgeschichte ist unbekannt. 1850 war das Künstlerehepaar Hermann und Hermine Stilke aus Düsseldorf nach Berlin übergesiedelt, wo der Historienmaler Hermann Stilke zahlreiche Aufträge für König Friedrich Wilhelm IV. ausführte. Hermine Stilke, geb. Peipers, begann ihre künstlerische Laufbahn als Schülerin ihres Mannes im Fach der Historienmalerei. Ihr eigentliches Metier fand sie später als geschätzte Blumen- und Arabeskenmalerin sowie als Buchillustratorin und Schriftstellerin. In Berlin betrieb sie eine private Zeichenschule. Zu ihren Schülerinnen gehörte Marie Remy [SPSG, GK II (5) 2610-2612]. Mehrfach war Hermine Stilke auf den Ausstellungen der Akademie der Künste sowie des Vereins der Berliner Künstlerinnen vertreten. Sie starb 1869. Evelyn Zimmermann Aus dem Besitz Friedrich Wilhelms IV. und der Königin Elisabeth von Preußen, K 50 Alb. 32 No. 1 Signiert u. l.: Hermine Stilke.

Objektart Aquarell
Maße Darstellung: Höhe: 25.10 cm Breite: 19.50 cm - Träger: Höhe: 28.10 cm Breite: 40.00 cm
Material Papier, Feder, Tusche, Gold gehöht
Inventarnummer GK II (5) 3243
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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