Schwarzwälder Rahmenuhr
Beschreibung
Der hochrechteckige, mit schwarz poliertem Holz furnierte Kiefernholzrahmen umspannt ein in Bronzeoptik galvanisiertes Messingblech. Auf dem geprägten Blech ist ein mit Palmettenfries und Eckkartuschen verzierter Rahmen wiedergegeben, der ein horizontal geteiltes Mittelfeld umgibt. Der obere Bereich zeigt das runde Zifferblatt umgeben von Rankenwerk, der untere Bereich eine figürliche Szene. Hier schlagen zwei Zwerge mit Hämmern auf eine halbrunde, auf einem Giebel befestigte Glocke. Auf das weiße, leicht bombierte Emailzifferblatt sind römische Stundenziffern und eine Minuterie aus Strichen und Punkten mit schwarzer Farbe aufgemalt. Die Breguet-Zeiger sind aus gebläutem Stahl. Im schwarz gebeizten Holzkasten auf der Rückseite der Uhr ist das rechteckige Holzplatinenwerk mit Schlag auf einer Tonfeder und Messingzahnrädern eingesetzt. Der Antrieb erfolgte einst über Gewichtsaufzug mit Ketten, Gewichten und Pendel. Reste der Kette haben sich erhalten, die rückseitige Deckplatte mit der Tonfeder sowie die Gewichte und das Pendel fehlen jedoch. Eine heute verlorene Glastür schützte einst das Messingblech und Zifferblatt vor Staub und Oxydation. Rahmenuhren dieser Art fertigten Schwarzwälder Uhrenmacher vom 18. bis 19. Jahrhundert in hoher Stückzahl und unterschiedlicher Qualität. Beispiele finden sich unter anderem im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen. Die Vorbesitzer der Rahmenuhr und der Zeitpunkt der Übernahme in den Bestand des Museums Eberswalde konnten bisher nicht ermittelt werden. (Silke Kreibich)
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Dieses Objekt im Museum
Die ehemalige Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt und eines der bedeutendsten Baudenkmale im Land Brandenburg. Sie beherbergt die städtischen Einrichtungen Kulturamt, Tourist-Information und Museum. In den drei Geschossen des Haupthauses sowie in dem über den Innenhof zu erreichendem Nordflügel werden Dauer- und Sonderausstellungen zur Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Unterschiedliche öffentliche und museumspädagogische Veranstaltungen ergänzen das Angebot des Museums. Unter anderem wird in der Dauerausstellung eine Reproduktion des Eberswalder Goldschatzes, des größten Fundes von Gold aus der Bronzezeit in Europa, gezeigt sowie Eberswalder Ideen, Erfindungen und Persönlichkeiten vorgestellt. Das Museum ist ganzjährig geöffnet, barrierefrei besuchbar und zeigt die Geschichte der Stadt Eberswalde, ihren Aufstieg zu Wiege der preußischen Industrie und Forstgeschichte. Dabei nutzt das Museum seine seit 1905 geführte Sammlung mit mehr als 25.000 Objekten, die seit 2023 erstmals sach- und fachgerecht in einem Depot lagert. Rund 1.300 Objekte sind in der Dauerausstellung zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich für Jung und Alt.




