Ansichtskarte Hotel Reichshalle, um 1920

Kunstanstalt Germania CC BY-NC-SA
Kunstanstalt Germania CC BY-NC-SA

Beschreibung

Schwarz-weiß-Postkarte mit der Ansicht der beiden Fachwerkhäuser Hoher Steinweg 17 und 18. Am Haus Nr. 18 befindet sich ein schwarzes Schild mit weißer Aufschrift "Reichshalle" und "Schultheiss". Ein weißes Schild über dem Eingang ebenfalls mit der Aufschrift "Schultheiss". Auf der Rückseite der Postkarte schwarzer Schriftzug: "Hotel und Konzerthaus "Reichshalle" Angermünde, Inhabe Aug. Mundt"; "Kunstanstalt Germania, Görlitz, Demianiplatz". Die Häuser am „Hohen Steinweg“ Nr. 17 und 18 entstanden in den Jahren zwischen 1692 und 1695. Der „Steinweg“ verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem Umstand, dass er die erste gepflasterte Straße der Stadt gewesen ist. So weist der Name auf gehobenes Bürgertum, das hier am Markt der Stadt seine Häuser hatte. Haus Nr. 17 wurde seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gänzlich als Gasthaus „Goldener Adler“ genutzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Häuser am Hohen Steinweg 17 und 18 zusammengefasst: Das bereits existierende Hotel „Reichshalle“ konnte dadurch vergrößert werden. 1896 bekam das Hotel einen Saalbau für Tanzveranstaltungen. Hier wurden seit 1911 regelmäßig Filme gezeigt. Zunächst firmierte der Saal unter dem Namen „Angermünder Lichtspiele“, seit 1921 „Reichshallenlichtspiele“. 1935, erhielt die Stadt auf der Fläche des Grundstücks Nr. 18 einen neuen Kinosaal. Als HO-Gaststätte „Haus Uckermark“ wurde das Haus nach 1949 weitergeführt, ist der Bau im Herzen der Stadt bis heute vielen Einheimischen noch gut bekannt. Mancher erhielt hier Unterricht in Sport, denn aus dem Saalbau war eine Turnhalle geworden. Seit etwa 1992 stand der Bau leer, vom alten Saal blieb nach einem Brand nicht mehr viel übrig. 1992 wurden die "Uckermärkischen Lichtspiele", wie das Kino in dieser Zeit hieß, geschlossen.

Objektart Postkarte
Maße H:13,8 x 8,7 cm
Material Fotografie, Pappe, Druck
Inventarnummer MA00388
Stand der Infomationen 2023-12-29 05:58:33
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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