ERSATZ CC BY-NC-SA

Beschreibung

1963 fand in der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kirche der letzte Gottesdienst statt. Das Gebäude wurde als Möbellager genutzt und 1980 von der Evangelischen Kirche an den Rat des Kreises Jüterbog übergeben. Die „IG Denkmalschutz“ setzte sich für den Erhalt der zu diesem Zeitpunkt bereits stark verfallenen Kirche ein. Ein inoffizieller „runder Tisch“ mit Vertretern verschiedener Institutionen erreichte in den folgenden Jahren die Sanierung der Kirche durch ortsansässige Handwerker. 1985 konnte die seit langem nur mit Notbehelfen lebende Stadtbibliothek eröffnen. Ab 2001 folgte die Sanierung des Klosters, das seit 2005 das Museum beherbergt. Der Erfolg des bürgerlichen Engagements wurde schon 1989 zu, Erfolg des Systems umgedeutet, wie ein Auszug aus dem „Neuen Deutschland“ vom 4. April 1989 belegt: „Wenn man wie Ruth Städter Vorsitzende der Ständigen Kommission Kultur im Kreis ist, denkt man weiter, als der Schulzaun lang ist. […] Wie weit die Kompetenz der Volksvertreter geht, das konnte sie am Beispiel ihrer Ständigen Kommission Kultur schildern. Ohne deren Einspruch nämlich wäre die Mönchenkirche wohl nie ein Pluspunkt im Kulturleben von Jüterbog geworden. Heute haben dort in schöner spätgotischer Kulisse die Stadt- bzw. Kreisbibliothek und die Konzerthalle Platz.“

Objektart Postkarte
Inventarnummer Jü_06
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Museum im Mönchenkloster Jüterbog CC0

Dieses Objekt im Museum

Museum im Mönchenkloster Jüterbog

Seit 2005 befindet sich das Jüterboger Stadtmuseum im ehem. Franziskanerkloster in der Mönchenstraße. Dies ist bereits der vierte Museumsstandort. Erste museale Ansätze gab es ab 1904. Das spätere "Heimatmuseum des Kreises Jüterbog-Luckenwalde" ging in den Nachkriegswirren 1945 / 48 unter und hinterließ nur wenige Einzelstücke. Seit 1950 wurde neu gesammelt und 1954 im gotischen Abtshof ein neues Heimatmuseum eröffnet. Dieses zog 2005 zum heutigen Standort um und wurde hier völlig neu konzipiert. Derzeit ist das Museum auf ca. 500 m² Ausstellungsfläche auf drei Etagen zu den Themen "Archäologie entdecken / Eine feste Stadt / Sprengstoff Reformation / Kriege und Krisen / Bürger und Uniform" als Themenmuseum zur Stadtgeschichte eingerichtet. Das Museum besitzt einen Fundus von ca. 50 - 60.000 Einzelobjekten. Schwerpunkte hierbei sind Archäologie, Handwerk und Gewerbe, Militär (19./20. Jh.), Schriftgut incl. Urkunden, Fotos und Plakate.

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