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Beschreibung

Erich H., der als Zwanzigjähriger erstmals bei der Tuchfabrik Cattien anfing, arbeitete mit Unterbrechungen in verschiedenen Funktionen fast acht Jahre für die Firma. Er verließ Cattien laut Zeugnis „auf seinen Wunsch“ mit unbekanntem Ziel. In einer Darstellung von Erwin Stein aus dem Jahr 1927 heißt es über die Stadt Forst: „Ein Wald von Schornsteinen mit langen Rauchfahnen bildet die charakteristische Silhouette dieser Stadt. Fabrik reiht sich an Fabrik, ganze Viertel bedeckend in allen Stadtteilen. Lokomotiven durchfahren die Straßen und schleppen Waggon um Waggon, auf Rollböcke gesetzt, in die zahllosen Fabrikhöfe. Überall das Sausen des Weberschiffchens, das Klappern der Stühle; Dampf pufft aus, Kohlenstaub wirbelt umher.“

Objektart Zeugnis
Material Papier
Inventarnummer 102053
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:03
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Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz) CC0

Dieses Objekt im Museum

Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz)

Das im Jahr 1995 neu eröffnete Industriemuseum ist seit Beginn des Jahres 2021 für etwa vier Jahre geschlossen. Grund dafür sind eine umfassende Sanierung und Erweiterung. Ein neues Ausstellungskonzept soll ab 2025 den Schaubetrieb in die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Kontexte der Textilproduktion einbetten. Stark erweitert, wird die neue Dauerausstellung zugleich die Regionalgeschichte der Ostlausitz und Forster Stadtgeschichte präsentieren, u. a. mit den Themen „Kohle“ – dem Fluch und Segen der Lausitz. Ein besonderes Highlight stellt künftig die neue Lokhalle für die „Schwarze Jule“ dar – die letzte erhaltene Lokomotive der Forster Stadteisenbahn von 1893, die hier als Dauerleihgabe des Verkehrsmuseums Dresden zu sehen sein wird.

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